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Der L.A. Cop Mark Corley hat schon bessere Tage erlebt: Gerade als er eine Kaution für seinen eingebuchteten Sohn Trent hinterlegen will, wird die Millionenmetropole Opfer eines konzertierten Angriffs Außerirdischer, die die Menschen der Stadt förmlich aufsaugen. Trent ist unter den Entführten, und Mark nimmt die Verfolgung auf. Tatsächlich gelingt es ihm, an Bord des UFOs zu kommen und mehrere Menschen zu befreien. Danach machen sie sich daran, den Invasoren die Stirn zu bieten


2010 erschien mit dem SCI/FI / Actionfilm "Skyline" ein Werk, das die Meinungen der Zuschauer doch ziemlich stark gespalten hat. Mich persönlich konnte der Film damals überhaupt nicht überzeugen, weswegen ich auch relativ skeptisch an diese Fortsetzung einer eigentlich geplanten Trilogie heran gegangen bin. Aber die Skepsis war größtenteils unnötig, denn immerhin präsentiert sich ein kurzweiliges Action-Spektakel, an dem man durchaus seine Freude haben kann. Zeichneten 2010 noch die Strause Brüder als Regisseure verantwortlich, so nahm im vorliegenden Fall der damalige Co-Autor Liam O'Donnell auf dem berühmten Stuhl Platz und kreierte somit sein Erstlingswerk. Zugegebenermaßen ist die Geschichte nicht mit sonderlich viel Substanz ausgestattet, vielmehr offenbart sich eine eher dünne Rahmenhandlung, in der O'Donnell allerdings ohne jegliche Umschweife auf den Punkt kommt. "Beyond Skyline" macht dabei überhaupt keinen Hehl daraus das die Story den Fokus ganz eindeutig auf die vorhandenen Action-Elemente legt, denn von der ersten Minute an geht es ganz ordentlich zur Sache.

So kommt man als Betrachter erst gar nicht dazu, während der gesamten Laufzeit auf diverse Ungereimtheiten und inhaltliche Schwächen zu achten. Vielmehr konzentriert man sich auf die etlichen Ballereien und gut choreografierten Kämpfe, denn in dieser Beziehung wurde wirklich eine ganze Menge aufgefahren. Die Außerirdischen erinnern teilweise von der Optik her ein bisschen an die Predatoren, aber gleichzeitig schwingt auch ein Hauch von "Pacific Rim" in der Geschichte mit. Das Ergebnis ist ein kurzweiliger und unterhaltsamer Mix, der meiner Meinung nach weitaus besser gelungen ist als sein Vorgänger. Es ist halt das typische Popcorn Kino und keinesfalls das SCI/FI Kino der etwas ernsteren Art. Dafür beinhaltet "Beyond Skyline" zu viele unfreiwillig komische Momente, die dem Ganzen andererseits aber einen angenehm trashigen Anstrich angedeihen lassen.

Vom Schauspiel her sollte man keinerlei Wunderdinge erwarten, die Akteure agieren zumeist sehr solide, ohne das sich dabei jemand nennenswert in den Vordergrund spielen würde. Das gelingt auch nicht Hauptdarsteller Frank Grillo, der in der Rolle des Cops Mark Corley in ein Korsett gepresst wird das mit sämtlichen Klischees beladen ist. Verwitwet, ein Stück dem Alkohol verfallen und mit einem problematischen Sohn gesegnet erfüllt er geradezu die Grundvoraussetzungen dafür, innerhalb des Geschehens zu einem Helden aufzusteigen. Auch die anderen Charaktere sind mit den handelsüblichen Mustern ausgestattet, was einerseits zwar nicht unbedingt einfallsreich erscheint, auf der anderen Seite aber gut in das Gesamtbild hinein passt. Ausführliche Beleuchtungen der einzelnen Figuren sollte man aber nicht erwarten, aber dieser Umstand sollte einem bei der Machart des Filmes nicht wirklich wundern.

Alles in allem ist "Beyond Skyline" ganz sicher kein Meisterwerk, aber immerhin versteht es diese Fortsetzung gut zu unterhalten. Das gelang dem ersten teil nicht wirklich, auch wenn viele Leute das höchstwahrscheinlich völlig anders sehen werden. Es bleibt abzuwarten ob wirklich noch ein abschließender Film folgen wird, was aufgrund der Dialoge in den letzten Szenen des Werkes aber auf jeden Fall möglich erscheint. Wie dem auch sei, hoffentlich lassen sich die Aliens mit dem blauen Licht nicht wieder so viel Zeit, bis sie auf die Menschheit losgelassen werden.


Fazit:


War Teil 1 noch die pure Zeitverschwendung, so kann "Beyond Skyline" zumindest im Bereich der puren Unterhaltung recht gut punkten. Liam O'Donnell kann so ein nettes Regiedebüt feiern, ohne das seine Geschichte aufgrund inhaltlicher Stärken in Erinnerung bleiben würde.


7/10

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