A Damn Fine Spike Lee Joint!
In 24 Stunden muss Hundebesitzer und (Ex-)Gangster Monty in den Knast. Aber was man an einem ganzen Tag nicht alles machen, abreißen und herausfinden kann...
Gassigehen der Extraklasse
Gediegen, getragen, eine Ballade für NYC, noch gezeichnet von 9/11. Mit einem Ed Norton auf seinem jungen Zenit. Viel runder und kreativer als mit "25th Hour" wurde Spike Lee nie mehr. Ein höllisch unterschätzter Gangsterthriller. Oder zumindest ein zu oft unter den Tisch gekehrter. Etliche bekannte Gesichter in Nebenrollen. Mit einem ungewöhnlichen und subversiven (Spannungs-)Verlauf. Ohne echten Payoff. Mit einem New York im Umbruch als eigenen Protagonisten. Obwohl man behaupten könnte, dass etwas Zug und Klarheit in seiner Handlung fehlen, trotz seines knackigen Zeitrahmen, geht "25th Hour" runter wie Öl und vorbei wie im Flug. Stilvoll, gediegen, doch nie zu klassisch, theoretisch und trocken. Trickreich und gewieft. Ein paar der tiefgehenderen Figuren, die Lee je geschrieben bzw. verpackt hat. Schlägt Schleifen ohne dass man es merkt, dreht Loopings ohne dass einem schlecht wird. Verkörpert die oft etwas undefinierbaren 00er sehr gut. Hat zudem einen der cooleren Filmhunde überhaupt. Und einen legendären Monolog vor dem Spiegel. Episodisch. Ehrlich. Wahrhaft berührend. Näher an Klassik als an Hip-Hop. Poetisch ohne Ende. Und trotzdem mit mächtig Wut im Bauch. Ich sag's nochmal: viel besser wurde Spike Lee nie!
Weitermachen. Um jeden Preis.
Fazit: ganz klar in der Top 3 von Spike Lees Filmen für mich... Stylisch, strasse, sensationell!