iHaveCNit: Urge (2016)
Neil, ein Hedgefond-Tycoon, lädt seine Freunde zu einem Party-Wochenende auf Eastman Island ein. In einem gehobenen Nachtclub machen sie Bekanntschaft mit einem Drogendealer, der ihnen eine neue Designerdroge namens „Urge“ anbietet. Diese Droge setzt Euphorie, Perfektion und absolute Ehrlichkeit in Gang. Der einzige Haken – Den Trip darf man nur einmal machen, doch es kommt wie es kommen muss und die Gruppe nimmt noch eine weitere Portion „Urge“ - Und das Unheil nimmt seinen Lauf – der Einzige, bei dem die Droge nicht wirkt ist Jason. Er kommt langsam dem Geheimnis der Droge auf die Schliche.
Filme unter Drogeneinfluss gibt es viele – mir fallen da z.b. der visuell atemberaubende „Ohne Limit“ oder auch den Überraschungskomödienhit „Hangover“ ein. „Urge“ selbst verkauft sich als Party-Thriller und ist im Vergleich zu anderen von mir gesehenen Filmen aus dem Jahr 2016 leider ein Film, der in der Mittelmäßigkeit landen wird. Da wundert es mich kaum, dass „Urge-Rausch ohne Limit“ in Deutschland eine DTV-Veröffentlichung geworden ist. Nur durch die Beteiligung eines Pierce Brosnan und die Thematik eines Drogenrauschs wollte ich den Film sehen. Egal wie groß der Platz ist, den Brosnan auf dem Cover einnimmt, sein Part im Film ist ein sehr rar gesätes Highlight. Den Großteil des Films begleiten wir die Partygruppe, die unter anderem von Justin Chatwin, Ashley Greene und Danny Masterson gespielt werden. Alle allesamt sehr uninteressante und unsympathische Charaktere. Visuell ist der Film auf Hochglanz poliert und bietet eine uninspirierte Umsetzung des „Drogenrauschs“ - schnelle Schnitte, reingeschnittene surreale Bilder und Slowmotion waren so in der Art schon häufig genug als Mittel der Wahl in Filmen zu sehen.
Doch man kann sich dem Eindruck nicht erwehren, auch ein gewisses Maß an Spaß gegenüber dem Voyeurismus zu empfinden. Und auch an der Vorstellung, dass zwischen „Urge“ und „Purge“ nur ein Buchstabe fehlt, um den tieferen Sinn im konsequenten Ingangsetzen unserer menschlichen Triebe festzustellen. So wandelt sich der Film vom Party-Thriller zum Slasher, da trifft es gut, dass die Charaktere schon von Beginn an keine Sympathie wecken konnten.
„Urge“ - My First Look – 5/10 Punkte