Als Ex-Elite-Soldat Hallam (Benicio del Toro) aus dem Kosovo zurück kehrt, wird er von der US-Regierung als Auftragskiller eingesetzt. Doch Hallam leidet an einer Gefechtsneurose und kann nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden. Er taucht in den Wäldern von Portland unter und tötet dort unschuldige Menschen. Jetzt kann nur noch Hallams ehemaliger Ausbilder Bonham (Tommy Lee Jones) helfen …
Action mit Grips. Das ist das Rezept von Spannungsprofi William Friedkin („Der Exorzist“), der hier - wie seinerzeit Roger Spottiswoode für „Mörderischer Vorsprung“ – mit grandiosen Naturkulissen eine willkommene Abwechslung zur eher urbanen Hochglanzaction aktueller Hollywood-Blockbuster schafft.
Friedkin serviert aber nicht nur aufregende Verfolgungsjagden, Nahkämpfe und tolle Bilder, sondern auch schonungslose Kritik. Die Tötungsmaschine Hallam ist nicht einfach irgendein Killer. Von Amerika ausgebildet, von Amerika in den Krieg geschickt, stellt er nun für sein eigenes Land eine Gefahr dar. Für genau die, die an seinem Tun einen großen Teil der Schuld tragen. Und diese Tatsache stellt Friedkin in aller Deutlichkeit klar.
Das Duell zwischen Bonham und Hallam ist von beeindruckender Intensität. Jäger und Gejagter, Katz und Maus. In der Rolle des Verfolgers hat Tommy Lee Jones schon ausreichend Erfahrung sammeln können. Schließlich erhielt er zehn Jahre zuvor den Oscar für „Auf der Flucht“. Und auch für „Die Stunde des Jägers“ hätte er ihn verdient! Das gleiche gilt für Benicio del Toro. Er weiß der psychischen Störung seines Charakters mit der nötigen Sensibilität zu begegnen.
Wenn Jones und del Toro die Messer auspacken, wird es richtig blutig. Die Klingen werden derart gnadenlos eingesetzt, dass man am eigenen Körper die Einstiche regelrecht spüren kann! Besonders der finale Zweikampf ist an Härte kaum zu übertreffen!
Fazit:
Intelligente, bodenständige Action, wie man sie heutzutage viel zu selten erleben darf! Mit Akteuren der absoluten Superklasse! 9/10 Punkten.