Netflix, bitte die Finger aus Sandlers Ar*** nehmen!
Netflix hat in Sachen exklusiver Serien & auch 4K-Content ein massives, fast konkurrenzloses Streaming-Angebot. Doch in Sachen exklusiver Filme, sieht es da noch eher mager aus. Und was hilft dagegen wohl am besten? Genau, ein 4-Filme-Deal mit Adam Sandler... äh, joa... nein! In seinen ernsteren, besonneneren Filmen wie "Reign over Me" oder "The Cobbler" weiß Ben St... äh Adam Sandler oft zu gefallen, doch seine unreifen Blödeleien haben schon längst ihren Zenit überschritten. Und daher sind solche Katastrophen wie "Ridiculous 6" oder eben "The Do-Over" doch eher Material, dass potenzielle Netflix-Abonnenten abstößt denn anzieht. Ich erhoffe mir von den weiteren zwei Sandler-Netflixern null & kann zu "The Do-Over" nur beide Daumen runter zeigen. Ich gönne Sandler seinen sicher hochdotierten Deal, doch im Gegensatz zu "Klick" oder "Happy Gilmore" früher, scheinen seine Netflix-Co-Ops sogar noch aktuellere Kotztüten wie "Kindsköpfe" oder "Jack & Jill" unterbieten zu wollen. Das wird schwer, doch einem Sandler in Minusform ist alles zuzutrauen.
"The Do-Over" handelt von zwei Lebensverlierern, die ihre Tode vortäuschen & so nochmal neu starten können. Träume verwirklichen, Dreier in der Karibik & Ferrari-Fahren - solche Sachen halt. Blöd nur, dass ihre toten Alter Egos anscheinend Dreck am Stecken hatten & von schiesswütigen Akrobat-Nazis verfolgt werden... "The Do-Over" ist der typische Sandler-Wahnsinn, ohne Niveau, ohne Sinn & ohne wirklichen Spaß. Ehrlich gesagt hätte ich sogar Probleme damit, mir den hohlen Scheiss schön zu trinken. Die Kulisse ist prachtvoll (gerade in 4K!), die Chemie stimmt zwischen dem Parade-Sandler & einem sehr tiefstapelnden, viel rettenden David Spade - doch im Endeffekt ist der Film ein Griff ganz tief in eine vollgepackte Restmülltonne. Ich muss mich stark konzentrieren, damit mir eine Komödie einfällt, bei der ich ähnlich wenig bis gar nicht gelacht habe. Und würde wahrscheinlich eh wieder nur bei einem anderen Sandler-Klamauk-Tiefschlag landen.
Die Witze sind dämlich, die Story unnötig wirr & blöd, trotz seriösem Hintergedanken. Bei solchen Fuck-Yous an's mitdenkende, nüchterne Publikum, muss sich Sandler nicht über niederschmetternd Kritiken beschweren. Ich mag ihn als Person & viele seiner älteren Filme - doch was er in letzter Zeit abliefert ist schwer zu unterbieten. Und wenn ich sehe, dass der durchschnittliche Netflix-User dem Film 4/5 Sternen gibt, überlege ich mir, wirklich mit diesen assoziiert zu werden. Ich hoffe das Team um Spade, Patton & Netflix-Crew hatten einen schönen Urlaub - doch ihr Endprodukt ist selbst mit Wohlwollen noch übelster Mief. Und so schlecht, dass er wieder lustig ist, ist er leider auch noch nicht.
Fazit: Sandler-Blödelei, die zwar mit schickem Tropensetting & einem lässigen David Spade punktet, doch im Endeffekt unlustig, unnötig & unglaublich unreif bleibt. Finger weg, setzen, 6!