... er trinkt nur hin- und wieder zuviel und dann lässt er seine väterliche Aufsichtspflicht ein wenig schleifen. So auch an jenem verhängnisvollen Tag, als in seinem Heimatdorf eine große Feier ansteht und er seinem Sohn Tommaso nicht die nötige Aufmerksamkeit widmet und dieser plötzlich verschwindet. Das ganze Dorf sucht verzweifelt nach dem Vierjährigen, von dem aber weiterhin jede Spur fehlt. Manuel gibt sich selbst die Schuld und der Rest der Anwohner unterstützt seinen Ansatz. Einige Bürger gehen sogar einen Schritt weiter und werfen ihm vor, seinem Sohn etwas angetan zu haben. Auch Manuels Frau Linda gibt ihm die Schuld, ist aber verständnisvoller, als der Rest der Bevölkerung. Auch wenn beide weiterhin zusammenwohnen, hat das Ereignis ihre Ehe zerschmettert - genau wie ihre Seelen.
Fünf Jahre später wird Manuel noch immer wie ein Aussätziger behandelt und muss sich Vorwürfe und Mutmaßungen der Dorfbewohner gefallen lassen. Da findet die Polizei ein Kind, auf das Tommasos Beschreibung perfekt zu passen scheint. Mittels eines DNS-Tests wird seine Identität auch zweifelsfrei festgestellt und kurz darauf steht er mit dem ermittelnden Kommissar vor der Haustür der noch immer trauernden Eltern. Manuel empfängt seinen Sohn mit offenen Armen, doch Linda und ihr Vater bezweifeln, dass es sich bei dem Kind tatsächlich um Tommaso handelt, unter anderem, da nicht einmal der Familienhund den Kleinen wiedererkennt. Während sich die Widersprüche häufen, wächst die Kluft zwischen Vater und Mutter immer weiter. Wo Manuel nur das Gute sehen möchte, scheint Linda davon überzeugt zu sein, hier einem Betrüger aufzusitzen. Opa glaubt sogar, im Filius den Leibhaftigen zu erkennen.