Futureworld ist die etwas weniger populäre Fortsetzung zum Science Fiction Klassiker Westworld. Die Geschichte des Sequels knüpft zwar an die Ereignisse des Vorgängers an, geht inhaltlich aber einen ganz anderen Weg.
Der Delos Freizeitpark, welcher nach den Ereignissen in der Westernwelt geschlossen wurde, steht kurz vor seiner Wiedereröffnung. Jetzt heißt der Park Futureworld, neben den Kulissen des alten Roms und dem Mittelalter wurde eine neue Welt geschaffen, die den Besuchern Reisen ins All ermöglicht. Wieder sind es voll automatisierte Roboter die den Touristen als Attraktion dienen, sei es nun für sexuelle Bedürfnisse oder martialische Ritterspiele. Um der Öffentlichkeit zu zeigen das Futureworld völlig sicher ist, werden zwei Journalisten in den Park geladen um sich vor und hinter den Kulissen umzuschauen. Während Tracy Ballard (Blythe Danner) sehr angetan ist von der modernen Roboterwelt, zeigt sich ihr Kollege Chuck Browning (Peter Fonda) da viel skeptischer. Er beginnt nachzuforschen und kommt einem gewaltigen Komplott auf die Spur…
Das Konzept hinter der Fortsetzung ist nahezu gleich geblieben: Wieder übernehmen Roboter, die rein äußerlich nicht von einem Menschen nicht zu unterscheiden sind, die Kontrolle und werden zur gefährlichen Bedrohung.
Stand in Westworld noch die Konfrontation mit den unkontrollierbaren Robotern und die daraus resultierenden Actionszenen im Vordergrund, so bedient man sich in Futureworld eher beim Thriller und Suspense Genre. Die Bedrohung ist dieses Mal weit weniger offensichtlich. Im Gegenteil, die Maschinen sehen ihren Schöpfern zum Verwechseln ähnlich und sind oft nicht von echten Menschen zu unterscheiden. Eine Kopie könnte mühelos den Platz seines menschlichen Pendants einnehmen ohne dass jemand etwas bemerken würde. Was passiert also wenn menschenähnliche Roboter die Gesellschaft unterwandern, ja vielleicht sogar die Regierung infiltrieren? Diese Angst vor dem Unbekannten spielt eine zentrale Rolle im Westworld Sequel und spätestens seit Die Körperfresser kommen immer wieder gern verwendet.
Ein Problem der Fortsetzung ist der ziemlich zähe Spannungsaufbau. Es dauert einfach zu lange bis der Film eine eigene Dynamik und Atmosphäre entwickelt. Wenn Browning die unterirdischen Anlagen auf eigene Faust erkundet, nimmt glücklicherweise auch das Tempo zu. Wirklich ausgereizt wird das Potential der Roboter in Menschengestalt jedoch nicht, alles läuft in vorhersehbaren Bahnen und ohne größere Überraschungen ab. Wenn Browning und Danner auf ihre Kopien treffen wäre durchaus der ein oder andere Plottwist möglich gewesen: Handelt es sich wirklich um den echten Partner oder doch die Kopie?
Dabei zeigen besonders die Körperfresserfilme wie mit Angst und Paranoia ein wirklich beängstigendes Szenario konstruiert werden kann.
Überflüssig ist auch der Auftritt von Yul Brynner der wieder in die Rolle des Gunslinger schlüpft. Die Traumsequenzen in denen Brynner zu sehen ist haben mit der eigentlichen Handlung rein gar nichts zu tun, weshalb man sich den Auftritt auch hätte sparen können.
Kurzweilige Unterhaltung ist dennoch garantiert, was zum einen den soliden Leistungen der Schauspieler wie auch den sehr detaillierten und groß angelegten Sets zu verdanken ist. Die Kulissen des Zukunftsparks mögen vielleicht aus heutiger Sicht leicht angestaubt wirken, für die damalige Zeit gehen sie aber völlig in Ordnung. Sogar die unterdessen verfallene Westernwelt ist noch einmal zu sehen.
Fazit:
Futureworld ist ein typischer Vertreter der in den 70’ern sehr populären Verschwörungsfilme, nur mit Robotern statt Aliens. Die Qualitäten des weitaus actionlastigeren Vorgängers werden jedoch genauso wenig erreicht wie die der Körperfresserfilme, die offensichtlich inhaltlich Pate standen. Unterm Strich dennoch einer der besseren Sci-Fi Filme dieser Zeit den man sich gern anschaut.