Die Fortsetzung von "Westworld" ist eines der wenigen Beispiele der Filmgeschichte, wo ein Nachzieher qualitativ mit dem Original mithalten konnte.
Nachdem im Original das Schreckensszenario (Roboter in einem Freizeitpark drehen aufgrund eines Computerfehlers durch und ermorden sämtliche Besucher) im Mittelpunkt stand, also auf rein technische Ursachen zurückgeführt wurde, dreht Futureworld noch ein wenig auf, indem er einen Verschwörer-/Thrillerplot konstruiert, anstatt das Original zu zitieren.
So folgt man nun einem Reporterpärchen, das auch privat unterhalten kann, hinter die Kulissen von Delos, wo Doppelgänger von reichen Besuchern geschaffen werden, um die Originale dann zu ersetzen. Mit den nötigen Neuerungen (das SF-Land Futureworld anstelle der Westernstadt) aufgepeppt und einem überflüssigen Traumbesuch von Yul Brynner gekrönt, macht "Futureworld" spannungstechnisch eine rundum gute Figur, die im Gewimmel der SF der 70er Jahre positiv heraussticht.
Sehr genießbare Fortsetzung des Michael-Crichton-Klassikers: (8/10)