Review

Ziemlich neo-sexistische (!) Neuinterpretation einer fantastischen Gruselkomödie aus dem Jahr 1984, die auch noch heute einen festen Kultstatus in den Analen der Filmgeschichte besitzt - zu Recht! Ivan Reitman war ein Feingeist in Sachen Humor, Fantasy und Abenteuer. Seine Mixtur war ein echtes Monster der humoristisch phantastischen Unterhaltung und machte coole Schauspieler wie Dan Aykroyd (Blues Brothers), Sigourney Weaver (Alien) und Bill Murray (Ich glaub mich knutscht ein Elch) noch berühmter, als sie es damals schon waren.

Hier findet nun die Desillusionisierung dieser Ära statt: anstatt dem altbekannten Motto treu zu bleiben, werden hier ziemlich derbe Dialoge und unterirdisch erdachte Figuren in einer Art ausgewälzter Collegeversion eines parodistischen Horrorfilms aufgefahren. Das üble Drehbuch muss von Kiffern des falschen Jahrgangs verfasst worden sein - es ist abgedroschen und degradiert Frauen hier, objektiv gesehen, zu einem intelligenten Stück Fleisch.

Die femalen Geisterjäger sind hier keine wohlgesonnenden, charismathischen und spitzfindigen Charaktere, nein, sie sind laut, ironisch, prollig, nervig und kaum ernst zu nehmen. Sie machen sich über alle gefährlichen Situationen lustig und das kann man als Zuschauer kaum witzig oder spannend finden. Keine Atempause für Plappermäuler!!! Die abgedroschenden Gags sind mir persönlich zu dumm - natürlich sollen sie übertrieben sein, machen aber kaum Sinn. Und vor allem kaum Spaß. Die Geschlechterrollen werden zwar aufs Korn genohmen, aber nur auf ziemlich niveaulose Art und Weise.

Die Zusammensetzung einer bruchstückchenhaften Geschichte, die einfach nur für viele naive Dejavu-Momente herhalten muss, will nicht zünden und begeistern. Soziale Momente wie falsch geslimter Kitsch oder amerikanische Moralvorstellungen töten jede Form von filmischer und künstlerischer Anarchie.

Höllenspaß? Eher Höllenfolter. Leider muss ich dem im Internet stattgefundenen Shitstorm von 2016 leider recht geben: das hier ist nichts Großes geworden, sondern nur eine mittelmäßige Kopie für den Zeitgeist der schnell wachsenden Jugend. Da kann man ehrlicherweise lieber Pokemons fangen gehen, als sich zweimal diesen Flop anzutun!

Ein echter Staubfänger für das heimische DVD-Regal!

PS1: die Cameos von Murray und Co. sind nicht der Rede wert!

PS2: Die heimlichen Kultfiguren Slimer und Marshmellowman
sind hier die Buhmänner der Nation, da ihre Figuren eine
negative Wandlung erfahren!

PS3: Einem Geist in den Schritt zu schießen, beweist nur wie weit die US-Filmstudios bereits gesunken sind.

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