Review

Spuckerglasur


„Attack of the Killer Donuts“ verhält sich zum „Angriff der Killertomaten“ wie „Sharknado“ zu den einstigen „Jaws“-Ripoffs - mit allen Vor- und Nachteilen! Von einem verrückten Wissenschaftler genmanipulierte Donuts, die auf einmal Fangzähne und Aggressionen entwickeln, einen Donutladen und die dortigen Mitarbeiter und Gäste auf Trab halten und liebend gerne fressen... 

Was mag ich an einem solchen kalorienfreien Zeitrumkrieger? Seine kurze Laufzeit. Ein paar witzige Sätze wie „Da sind 10 Mörder drin!“. Die süße Hauptdarstellerin. Ein paar saftige Bisse und Einschläge. Dass ein Mad Scientist eingebaut wurde. Dass einige Donuts ihre eigenen Persönlichkeiten und Stile zu haben scheinen. Dass man seine Vorbilder und sein Genre scheinbar kennt. Und dass der Film sich seiner Art und Dummheit bewusst ist, anders geht’s heutzutage wohl kaum noch. Was mag ich an diesem blutigen Zuckerguss weniger? Z.B. die fast ausschließlich computeranimierten Donuts (selbst wenn sie grundsätzlich nicht total übel aussehen), ebenso viele Wunden und Splattereien. Von Letzterem auch deutlich zu wenig. Dass zu wenige Witze sitzen, dass unser „Held“ eine ganz schlappe Nudel ist/bleibt und dass der Look sehr glattgebügelt und gestellt, künstlich daherkommt, ohne Korn, ohne Rauheit, ohne Charme, sodass jegliche Stilpunkte flöten gehen. Retroflair gibt’s hier trotz dem verrückten Thema nie. Das ist ganz Neuzeit, mit allen Fürs und Gegens. 

Fazit: ein Dunkin' Donut oder eine vergammelte, angebissene Teigware? Die Wahrheit liegt irgendwo im Sonderangebot dazwischen. Viel Zucker, viel Scheisserei, viel CGI, viel Quatsch, viele Langeweile, viel Bier am besten. Dennoch würde ich immer noch jedes Mal zu den Tomaten greifen... 

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