Kaum ist von der Neuauflage von „Ghostbusters“ die Rede, machen sich die Jecken von Asylum daran, einen thematisch ähnlich gelagerten Streifen mit wenig Kohle in die Umlaufbahn zu werfen. Es erinnert jedoch eher an die Billigfilme der Reihe „Paranormal Investigations“, wobei Regisseur Pearry Reginald Teo seine Vita um ein weiteres schwaches Werk erweitert.
Frau und Tochter von Henry wurden Opfer des Serienkillers Nightstalker. Um die Seelen seiner Lieben aufzuspüren, begibt er sich mit einem Team von Geisterjägern ins Domizil des Killers. Doch bereits nach kurzer Zeit sind noch weitere übersinnliche Erscheinungen auszumachen und die dunkle Seele des Schlächters scheint noch immer dort zu verweilen…
Hätte man sich besser ausschließlich auf die Spur des Serienkillers begeben, hätte daraus ein brauchbares Werk mit etwas Blutvergießen und Täterhatz werden können, denn das Intro mit fixiertem Opfer im Schaukelstuhl und montiertem Messer in Gesichtshöhe erscheint durchaus perfide. Doch als das Team kurz darauf am Haus erscheint, geht es rasend schnell bergab: Schwache Mimen verkörpern austauschbare Gestalten, lediglich die technischen Gimmicks wie Ektoplasma-Sauger oder Geisterbrille lassen ein leichtes Schmunzeln aufkommen, welches definitiv nicht beabsichtigt war.
Es folgen Effekte und Einlagen, die aus zig anderen Genrestreifen bekannt sind, einschließlich des rücklings krabbelnden Kindes aus „Der Exorzist“. Schrille Inserts, blutige Fratzen und sich spiegelnde Geister gehören ebenso zu den Geisterbahneinlagen wie Visionen von Tathergängen, Flüsterstimmen oder sich wie von Geisterhand bewegende Requisiten. Bei einer Szene wird allerdings deutlich, dass zwei Figuren von der Filmcrew mit Zeug beworfen werden, was unweigerlich zur weiteren Aufheiterung führt.
Anderweitig ist der Trashfaktor leider nicht sehr hoch, stimmungsvoll wird es demgegenüber auch kaum. Denn die Geschichte spielt sich ausschließlich in den Wänden des verlassenen und völlig austauschbaren Gemäuers ab, das Timing der Schreckmomente ist nur selten effektiv und obgleich ein Twist halbwegs überraschend kommt, ergibt daraufhin viel Vorangegangenes rein gar keinen Sinn mehr.
Zwischen der hanebüchenen Analyse von Geister-DNA, Zusammenbrüchen aufgrund von Visionen und einem beinahe temporeichen Finale mit leidlich spannenden Einlagen gibt es wenig über Innovatives oder Inspiriertes zu berichten. Die Farbgebung ist noch okay, der zurückhaltende Score auch, doch ansonsten entsteht beim geisterhaften Treiben kaum Dynamik, von mitfiebernden Momenten ganz zu schweigen.
Asylum sollten bei ihren Haien bleiben, denn diesbezüglich kann Unvermögen immerhin noch zelebriert werden.
3 von 10