Review

Suicide Squad - 5/10


Nun, ganz objektiv gesehen ist der Film wohl eher eine 3/10. Aber bei mir hat der Humor größenteils gezündet und zwar an den dafür vorgesehen Stellen und ein Hauptgrund oder der Hauptgrund, war für mich Margot Robbie und ihre Darstellung der Harley Quinn.

Aber an alle die noch mit einem Kinobesuch hadern. Der Film ist das Geld einfach nicht wert!

Und ich wollte den Film wirklich gut finden. Die teils negativen Kritiken im Internet und der allgemeine Verriss vieler Filmkritiker, haben eher meine Neugierde geweckt als abschreckend zu Wirken. Mir gefielen  die 2 Supermanfilme ganz gut und dieses "DC-Bashing" kam mir übertrieben und hysterisch vor. Der Trailer und die bunte Marketingstrategie haben bei mir eine ähnliche Vorfreude wie bei den "Guardians" hervorgerufen.

Nur leider ist der Film ein gutes Beispiel für verschenktes Potenzial geworden. Keine Ahnung ob die Studiobosse Ayer zuviel reingeredet haben oder er einfach keine Ahnung von Superheldenfilmen hat, und im Grunde spielt es ja auch keine Rolle. Das Ergebnis bleibt das Selbe.

Der Film bleibt im Gesamtkonzept misslungen!

Am Anfang werden die verschiedenen Charaktere eingeführt. Mit schnellen Schnitten, ironischen Texttafeln und passenden, wenn auch etwas verbrauchten, Songs. Hier merkt man auch schon das Hauptaugenmerk auf Deadshot und Quinn. Die anderen Charaktere bekommen sehr kurze oder teilweise sogar gar keine Einführung, was schon auf eine gewisse Uneinhaltlichkeit hindeutet, aber erstmal nicht wirklich stört. Der schwarze Humor zündet und ich hatte hier noch meinen Spaß. Der Joker und dessen Darstellung haben mir sehr gut gefallen hat. Die Kritik über seine geringe Screentime kann ich nicht nachvollziehen, schließlich ist er kein Mitglied der Suicide Squad.
Allerdings sind diese Szenen für die Haupthandlung kaum von Belang und wirken eher wie eine überflüssige und penetrante Vorbereitung auf eine kommende Verfilmung mit selbigem.

Sobald die Hauptfiguren versammelt sind und die Mission startet, beginnt der Film langweilig zu werden. Die Actionszenen sind unspektakulär und eintönig. Man fragt sich warum diese Truppe von Superschurken überhaupt gebraucht wird. Die einfallslosen CGI-Matschwesen müssen eh nur zerschossen, abgestochen oder zusammengeprügelt werden. Das hätte ein Special-Ops-Team, wie Flag (Joel Kinnaman) im Film schon vorher verlangt hat, genauso gut hinbekommen. Und leider wird die Action im Laufe des Films nicht besser, von Spannung fehlt sowieso jede Spur.

Die Kämpfe und die Dramatik werden im Finale immer unlogischer und leider sogar (Finale Slo-Mo-Waffe-Zuwerf-Szene) unfreiwillig komisch.
Die vermeintlichen Superschurken und Psychopathen entuppen sich im Laufe der Handlung als kumpelhafte, moralische Helden, die plötzlich motiviert sind gemeinsam (das Wort Familie fällt noch vor Abschluß des Einsatzes) und ohne Zwang, die Welt zu retten. Besonders Deadshot entpuppt sich als Motor und Anführer der Truppe. Der durch Kitschszenen mit seiner Tochter und besonders durch seine moralischen Entscheidungen und Bermerkungen, wie ein edler Held wirkt, der mal eine falsche Entscheidung in seinem Leben getroffen hat.

Warum die FSK eine 16er Freigabe erteilt hat, ist mir schleierhaft!? An der Gewalt kann es auf keinen Fall liegen. Die einzige Figur die hier wirklich Badass ist, ist die der Amanda Waller (Viola Davis). Ihre Figur ist eiskalt, diabolisch und kaltschnäutzig.


Fazit: Positiv hervorzuheben ist die Optik, die Sprüche und der Humor (ich konnte zumindest in der ersten Hälfte oft Lachen) und die Darstellung einiger Hauptfiguren ( Jai Courtney hat mir diesmal gut gefallen, Jared Leto ist Klasse als neuer Joker und Margot Robbie hat eh allen die Show gestohlen. Ok, ich bin ihr etwas verfallen) . Der Rest ist leider langweilig, belanglos und teilweise auch wirr erzählt.

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