Review

Ana Lily Amirpours zweiter Langfilm ist so etwas wie das Gegenstück zu ihrem Debut A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT, die andere Seite der Medaille. Die Filme passen zusammen wie Nacht und Tag. Das strenge Schwarzweiß des Erstlings wird durch gleißendes Sonnenlicht und knallige Farben ersetzt, statt düster-coolen Sounds erklingen Ragga und Dancemusic (und zum Abspann dann aber doch auch noch ein Stück von den White Lies – eine der musikalischen Endeckungen des A GIRL Soundtracks).

Doch auch hier bestimmen Stimmung, Bilder, Musik und Figuren den Film mehr als die Handlung, als „Arthouse Mad Max“ und „Burning Man“-Verfilmung wurde THE BAD BATCH bezeichnet. Wer aufgrund von Prämisse, Trailer oder Starbesetzung (Keanu Reeves! Giovanni Ribisi! Jim Carrey! Aquaman!) einen Mainstream-SciFi-Actionthriller erwartet hat, schreibt eine böse Kritik auf der IMDb. Wer in seinem Leben schon genug generischen Endzeitschlock gesehen hat, der schweigt und genießt den Trip – auch wenn er etwas zu lange andauert.

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