Review

Der zweite Teil kommt erwartungsgemäß nicht mehr an den Vorgänger ran, aber es ist trotzdem ein sehr guter Film und natürlich ein sehr gutes Sequel. Die Woodsboro Morde auf Basis des Buches von Gale Weathers, wurden selbstverständlich verfilmt. Das ist natürlich eine logische Konsequenz wenn man auf den filmverliebten ersten Teil zurückblickt. Bei der Premiere beginnt die Mordserie im Kino erneut, während man das Ableben von der gedoubleten Drew Barrymore auf der Leinwand sieht. Der Beginn steht dem ersten Teil in nichts nach. Der Film "Stab" zeigt quasi ein schlechtes 1:1 Remake der Ereignisse während der zweite Teil startet. Die beiden ersten Opfer sind einfach köstlich. Zwei dunkelhäutige Kinobesucher die darüber philosophieren warum es im Slasher-Genre nie "Schwarze"  zu sehen gibt und es ein "weißes" Genre nennen. Wenn man darüber nachdenkt trifft das auch so ziemlich zu. Nur in Nightmare 3/4 ist mir einer eingefallen. Schon seltsam.
Scream 2 fährt aber trotzdem mit Zitaten und Parodien ein wenig zurück und kümmert sich eher um die Regeln eines Sequels und versucht mehr auf Spannung zu setzen. Trotzdem läßt es sich Wes Craven nicht nehmen einige einzubauen. Beispielsweise der gestreifte Pullover im Schrank und natürlich einen der besten filmübergreifenden Gags der Geschichte. Meint doch Neve Campbell in Teil 1 das bei ihrem Pech ihr Leben von Tori Spelling verkörpert werden würde. Tatsächlich, diese ließ sich nicht lumpen und machte den Joke mit und spielt Sidney Prescott in "Stab". Grandios und meine Bewunderung an Mrs. Spelling für soviel Humor.
Natürlich gibt es auch wieder verschiedene Anlehnungen  an das Filmgenre aber er wirkt ernsthafter. Laut den von Randy vorgetragenen Regeln über Sequels gibt es mehr Morde, er ist actionreicher aber nicht blutiger als der Vorgänger. Das Rätselraten wer der Killer ist, macht wieder mächtig Spaß, aber leider nur bis zur Auflösung. Die ist einfach saudoof zusammengestrickt  und ich denke mal das dies ebenfalls als Hinweis auf viele andere dumme Auflösungen gedacht war. Im Kontext des Filmes ist diese Idee aber eher mißlungen. Trotzdem gibt es viele spannende Szenen und tolle Einfälle. Beispielsweise die Szene im Auto, die Eröffnung im Kino und auch die mit Sarah Michelle Gellar. Insgesamt spielen hier übrigens unglaublich viele bekannte Gesichter mit. Aber durch das blöde Ende und der Rücknahme von Querverweisen kann er qualitativ nicht an den ersten Teil ranreichen. Er kann sich aber trotzdem absolut sehen lassen und bekommt von mir eine klare Empfehlung!

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