Review

Nur 1 Jahr später nach dem gigantischen Erfolg von "Scream" kam die, bei den Fans, lang ersehnte Fortsetzung. Doch dieses Sequel hatte es ungemein schwer, denn dieser zweite Scream Streifen wurde anfangs nicht gerade positiv von den Scream Fans aufgenommen. Dabei finde ich ich diesen zweiten Streifen ziemlich gut, er kann zwar nicht im Geringsten mit dem grandiosen Vorgänger mithalten, doch er versprüht auf seine eigene Weise einen angenehmen Charme und widmet sich ziemlich amüsant dem Thema "Fortsetzungen". Natürlich sind hier auch wieder unsere alten Bekannten dabei. Sydney hat die Ereignisse aus Teil 1 halbwegs verdaut und genießt ihr Leben auf der Uni. Doch schon geht das "Morden" wieder los und Sydney rennt und schreit erneut um ihr Leben. Auch Dewey, der hier körperlich sehr angeschlagen wirkt, ist wieder mit von der Partie und verkörpert, wie schon im Vorgänger, den sympathischen, aber leicht minderbemittelt-wirkenden, Kerl von nebenan. Auch Courtney Cox darf hier wieder die anfangs unheimlich nervige Reporterin Gale Weathers spielen, die sich dann aber mal wieder im Laufe des Films sehr in Positive wandelt. Auch mein Liebling Randy (Jamie Kennedy, toller Kerl), der mit Sydney auf die gleiche Uni geht, ist wieder mit von der Party und philosophiert wieder über die wildesten Theorien, die man in einem Sequel beachten muss. Hinzu kommen neue Charaktere wie Derek, der Sydney neuster Loverboy ist (etwas blass verkörpert von Jerry O'Connell) und Mickey (der junge Timothy Olyphant), der wie der verschollene Bruder von "Stu" aus Teil 1 wirkt. Also wie man sieht spielen hier einige bekannte Gesichter mit, die auch noch heute in großen Rollen zu sehen sind. Ein richtiges Highlight stellt für mich Liev Schreiber in der Rolle als Cotton Weary da. Ich mag einfach die Art, wie Liev Schreiber spielt und ich weiß bis heute nicht ob ich Cotton hassen, bemitleiden oder richtig feiern soll. Aber auch Neve Campbell, David Arquette und Courtney Cox gefallen mir vom Erscheinungsbild her ein wenig besser als im ersten Teil. Allerdings ist die Story nicht so gut durchdacht wie in Teil 1. Man bekommt ziemlich oft völlig belanglose Szenen zu sehen, wie zum Beispiel der Theaterauftritt von Sydney, welcher für mich irgendwie vollkommen bedeutungslos war. Zusätzlich hätte man auf die plumpe Sauf-Straf-Feier mit Derek verzichten können, die völlig albern und unnötig wirkte. Auch mit der Auflösung war ich diesmal nicht ganz so zufrieden wie im Ersten. Zwar hätte ich auch hier nie im Leben gedacht, dass das Geheimnis des Killers SO endet, aber wenn ich mir hinter her so Gedanken drüber mache, wirkte diese Aufklärung doch ein wenig löchrig. Achja, man darf hier zudem noch zwei nette Gastauftritte bestaunen. Der erste Auftritt ist von Rebecca Gayheart, die im Teenie-Slasher "Düstere Legenden" eine der Hauptrollen spielt und wenn man ganz scharfe Augen hat, kann man auf der Studentenparty im Hintergrund kurz Matthew Lillard (Stu aus Teil 1) mit blonden Haaren vorbei hüpfen sehen. Wer Scream 1 mochte, wird Scream 2 zwar nicht LIEBEN, aber bestimmt mehr mögen, wie die ersten Kinobesucher von damals. Klar die Originalität ist weg und wirklich viel Neues gibt es nicht zu sehen, doch der Tiefpunkt sollte erst mit Teil 3 erreicht werden. Der zweite Teil ist jedenfalls für mich ein durch und durch gelungenes Sequel, dass nur ein paar Schönheitsfehler hat.


Fazit : Der Mörder mit der weißen Maske weiß auch hier zu überzeugen. Zwar keine GANZ so große Hommage an Klassiker wie Teil 1, aber immer noch sympathisch, witzig und etwas blutiger als der Vorgänger.


8/10

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