Zwei Jahre sind vergangen, seitdem zwei Killer die verschlafene Kleinstadt Woodsboro terrorisierten. Die Fernsehjournalistin Gale Weathers hat die Ereignisse von damals in ihrem Bestseller "The Woodsboro Murders" festgehalten. Bei der Premiere der Verfilmung des Romans kommt es abermals zu einem blutigen Verbrechen. Schnell wird klar, daß es der dämonische Killer erneut auf Sidney Prescott abgesehen hat, die mittlerweile das College besucht. Wieder terrorisiert er die Studentin am Telefon, während er ein Opfer nach dem anderen fordert. Und Sidney weiß: Jeder könnte der Killer sein, und wahrscheinlich ist er schon ganz in ihrer Nähe.
Scream erwies sich als munterer Teenieslasher mit integrierter Gelddruckfunktion, so daß eine Fortsetzung lediglich eine Frage des Zeitpunktes war. Wer den Vorgänger mochte wird sich auch hier schnell heimisch fühlen, denn es konnten sogar die gleichen Schauspieler für die zentralen Figuren gewonnen werden. So gibt es ein Wiedersehen mit Gale Weathers, Deputy Dewey, Randy und natürlich Sidney.
Auch die Methodik bleibt die gleiche. Gales Buch über die Woodsboro Morde wurde als "Stab" verfilmt und schon stapeln sich bald wieder die Leichen. Auch die arme Syney muß bald wieder um ihr Leben fürchten. Bleibt wie immer die spannende nach der Person hinter der Maske und auch hier griff man auf die Lösung des ersten Teils zurück und bekommt gleich zwei Täter spendiert, die aber sehr schwer zu erraten sind da die entsprechenden Charaktere lange aus der Handlung verschwunden blieben.
Ansonsten gibt's es den gewohnten Mix aus Horror aber wieder mit einer dicken Prise Selbsthumor. Die Klischees werden wieder munter veralbert, so ist das erste Opfer auch prompt der Schwarze. Filmnerds dürfen die Frage diskutieren, welche Fortsetzungen besser als ihr Original waren und der Mörder ist tollpatschig wie eh und je und fliegt ständig aufs Maul.
Ich würde jetzt nicht so weit gehen, das Scream 2 besser ist als Teil 1. Beide halten sich die Waage und haben im Grunde ja auch dieselbe Story zu erzählen. Der Showdown hätte ein wenig besser vorbereitet sein können, denn auf die beiden Täter werden die wenigsten gekommen sein.
8/10