Brackhage´s Experimentalfilm hat genau drei Darsteller: Eine Frau, einen Mann und eine Katze. Diese und deren Handlungen in einer nachvollziehbaren Reihenfolge oder einer Handlung zu sehen ist hier allerdings unmöglich. Mal lächelt die Frau, mal sieht sie ernst aus, erst kommt der Mann durch die Tür und anschließend sieht man immer die selbe Einstellung von ihm beim Rauchen. Dazwischen die titelgebende Katze und Nahaufnahmen von irgendwelchen undefinierbaren Gegenständen.
Unser Versuch einen Zusammenhang zu finden trägt keine Früchte: Ton gibt es nicht, die Schnitte sind schnell und rasant, so dass man fast eine Überflutung von Reizen hat. Eine konkrete Situation kann man sich höchstens hinzudenken. Jedoch nur die oberflächliche Betrachtung der Situation. Jeglichen Hintergrund kann man hier einfach nicht erkennen. So ist Cat´s Cradle ein Film, der seine Qualität ganz woanders hat. Nämlich im verfremdeten Zeigen einer normalen Situation. Brakhage bringt hier in die Banalität eine dermaßen magische Wirkung, dass es uns letztlich egal ist, um was es hier eigentlich geht. Kurz gesagt: Der Film ist ein visuelles Meisterwerk, dass sich über jegliche Bestimmungen hinwegsetzt.