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Wie so häufig im Bereich des Slashers versucht sich ein Neuling im Genre, verfasst mit seinem Kumpel das Drehbuch, um schließlich gemeinsam mit weiteren Bekannten vor der Kamera zu performen. Was durch und durch amateurhaft klingt, sieht optisch nicht ganz so übel aus, kommt jedoch zu keiner Zeit innovativ daher.

Grant (Drehbuchautor Matthew Wise) und Sarah heiraten im engsten Freundeskreis nahe einer abgelegenen Waldhütte. Nach einer durchzechten Nacht und etwas Ärger mit dem Standesbeamten (Regisseur Joe Bandelli) verschwindet jemand aus der Gruppe und nach erfolgloser Suche scheint die nächste Person wie vom Erdboden verschluckt…

Die FSK16 verdeutlicht nur allzu gut, dass die Gewaltscala kaum nach oben ausschlägt. Viele Ableben finden außerhalb des Sichtfeldes statt oder Figuren werden lediglich in Leichenform entdeckt. Nur ein Kehlenschnitt und ein Pfeil im Unterleib (der binnen weniger Sekunden zum Tode führt) sorgen für leichtes Blutvergießen.

Das dazugehörige Whodunit fällt eher beliebig aus, obgleich der alte Nachbar selbstverständlich der Verdächtige Nr. 1 ist. Dazwischen gibt es Beziehungsprobleme, etwas zuviel Gerede und lahmen Softsex, bis im letzten Drittel an der Temposchraube gedreht wird und der finale Twist den Killer offenbart.

Die fiese Synchro nervt bisweilen, das unfähige Minenspiel von rund der Hälfte der Beteiligten auch, während der Score aus fast nur einem minimalistischen Thema besteht, welches bis zum Erbrechen wiederholt wird. Die komplett austauschbare Kulisse schürt derweil keinerlei Spannung und Atmosphäre kommt erst auf, als einer inmitten eines nächtlichen Gewitterschauers einen Reifen wechseln will.

Dumme Verhaltensweisen nahezu aller Beteiligter gehören zum schlechten Ton, leichter Zickenkrieg auch, während ein lustiger Klorollenhalter nicht über die ansonsten mangelnden Auflockerungen hinwegtäuschen kann.
So bleibt die titelgebende Abgeschiedenheit ein austauschbarer Vertreter mit raren Spannungsmomenten, wenig Blutvergießen und keinem genretypischen Moment, den man nicht anderweitig bereits unterhaltsamer erlebt hätte.
3,5 von 10

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