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Wag the dog ist eine geniale, ja was eigentlich Komödie, Satire oder gar Drama? Das Problem des Films ist, dass er viel zu realistisch ist, um wirklich lustig zu sein. Das sieht man schon mal daran, dass kurz vor dem Start des Films in den USA, Bill Clinton in einen mittlerweile sehr bekannten Praktikantinenskandal verwickelt wurde und um davon abzulenken dem Irak mit Krieg drohte.

Inhalt: 11 Tage vor der Wahl wird dem amtierenden Präsidenten vorgeworfen, eine Schülerin missbraucht zu haben. Sofort wird Problemlöser Conrad Brean (DeNiro) eingeschaltet, um die Sache zu vertuschen. Der engagiert den Hollywoodproduzenten Stanley Motss (Hoffman), damit dieser einen fiktiven Krieg zwischen den USA und Albanien inszeniert, der aber nur über die Medien stattfindet, um von der Affäre abzulenken.

Die Story ist ziemlich witzig und macht Spaß, vorallem der Präsident der ja die Hauptfigur ist, den man aber so gut wie nie richtig sieht.
Das Tolle an dem Film sind die Details, die vorallem ein weiteres Ansehen des Films rechtfertigen, Motss ständiger Spott über den schlechten Wahlkampfwerbeclip des Präsidenten oder sein ständiger Optimismus egal, ob gerade der Hauptdarsteller erschossen worden ist, oder sein Flugzeug abgestürzt ist.

DeNiro steht ein wenig im Schatten von Hoffman, der für diese Rolle zu Recht eine Oskarnominierung bekommen hat. DeNiro bleibt dabei in seiner zurückhaltenden Rolle stecken und bekommt leider kaum eine Chance zu zeigen, was er kann.
Genial ist übrigens der Kurzauftritt von Woody Harrelson als zurückgelassener Soldat "Schumann".

Fazit: Sicherlich keine Mainstreamkomödie, aber wer ein wenig mit subtilem politischen Humor klar kommt, wird hier sicherlich seinen Spaß haben.

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