Review

Teile vorliegender Kiffer-Komödie sind angelehnt an das Märchen „Jack and the Beanstalk“ in dem über Nacht eine riesige Bohnenranke bis in den Himmel wächst.
Was hier stattdessen in einem Coffeeshop gedeiht, muss nicht lange erklärt werden…

Jack erfährt an seinem 21. Geburtstag, dass sein Vater Mick in Amsterdam lebt und einen Coffeeshop betreibt. Dort angekommen, stößt er zunächst auf Ablehnung, lernt jedoch die hübsche Desiree kennen, die Nichte von Micks Erzfeind Eddie, welcher ebenfalls einen Coffeeshop betreibt. Als Jack von einem ominösen Obdachlosen eine spezielle Wurzel erhält, scheint das Glück am nächsten Tag perfekt. Bis Eddie Wind vom neuen Weed bekommt…

Die Gebrüder Lennox, Autoren und Regisseure ihres Debüts, haben viele Zutaten in einen Topf geworfen, die von einer Romanze, über Elemente des Märchens bis hin zum Familiendrama reichen. Zwar steht der leicht naive Jack im Mittelpunkt, markanter kommen jedoch viele skurrile Nebenfiguren daher, wie Loz, der mit seinen langen Fingern ständig Figuren bildet oder die Zwerge von Eddie, die in ihren knallig grünen Monturen als Schergen dienen.

Schrill und bunt geht es allemal zu in diesem fiktiven Amsterdam, einer kleinen Welt in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Diese Form des Minimalismus bringt durchaus Charme ins Spiel, wogegen einige Witze unterhalb der Gürtellinie selbigen wieder einbüßen.
Und auf Dauer nutzt sich Situationskomik merklich ab, wenn immer mindestens drei Joints pro Person geraucht werden und dichter Qualm in jedem Raum liegt. Phasenweise gerät das Treiben wahrlich infantil und peinlich und auch das maximale Overacting sämtlicher Mimen ist auf Dauer relativ anstrengend.

Witzig oder gar entspannt cool kommt der Stoff unterm Strich nicht daher. Er wirkt zwar sympathisch und punktet zuweilen mit überraschend zwischenmenschlichen Gesten, bleibt inhaltlich hingegen zu wenig originell und macht letztlich viel Rauch um nichts.
5 von 10

Details
Ähnliche Filme