Review

Babies muss man doch lieben!? 

Kann man ein Film mit Millionen kleinen Babies nicht mögen? Nein, geht nicht. Dass man ihn allerdings nicht lieben muss, zeigt uns "Storks". Für mich ist dieser Film über Störche die Babies liefern ein guter, ungefährlicher und teilweise herzerwärmender Zeitvertreib - mehr allerdings nicht. Über "Trolls" oder den "Minions", weit unter einem durchschnittlichen Pixar-Film. Oder sogar einem schlechteren Pixar-Film. "Störche" profitiert von seinen tausendfachen Babies - wundersüss, wunderbunt, mit allen liebenswerten Macken die die Kleinen in echt haben. Wer da nicht weich wird, sollte mal seinen Pulsschlag testen. Als Film insgesamt kommt das fliegende Babyspektakel allerdings nicht über einen Pausensnack aus Zucker und Überdrehtheit hinaus.

Gerade sein ADHS-Charakter kann ziemlich nerven und trifft öfters auf taube Ohren bei mir. Das zieht sogar eigentlich sympathische Hauptfiguren runter und wertet diese ab. Von (zumindest auf deutsch) überhaupt nicht funktionierenden Nebencharaktern wie Taube Nuss mal ganz abgesehen. Allein durch seine herzensgute Message und witzige Grundidee steht "Störche" über solchen unnötigen Gurken wie "Angry Birds" oder dem "Emoji Movie", doch man wird das Gefühl nicht los, dass hier mehr drin gewesen wäre, z.B. in Pixars oder Disneys Händen. Immerhin stimmen die Visuals und die Kleineren haben ihren Spaß - Mindestanforderungen bestanden, setzen 3-. Und das Finale rockt die Bude bzw. das Kino. Dank den Babies. Was sind die süüüüss o_o. Von denen kann es nicht genug geben. Vielleicht verlässt der Film sich etwas zu sehr auf sie. 

Fazit: herrlich bunt, voller Babies, immer auf 180 - und im Endeffekt trotzdem grauer Durchschnitt für einen schnell vergessenen Familienabend. Im Niemandsland zwischen Sink- und Höhenflug. 

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