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Die Traumszenen in LOVE GHOST sind größtenteils sehr atmosphärisch und gelungen. Dafür ist die Realität im Film oftmals kitschig, weil randvoll mit zuckersüßen Klischees (der seit Jahren verschwundene Papa, die neue Flamme an der Schule, das eifersüchtige Miststück in der Klasse). Bedauerlicherweise ist in dem kryptischen Gruselfilm wenig los: Alle 3 Kehlenschnitte werden nur angedeutet und es gibt eine tricktechnisch lausige Selbstverbrennung. Ansonsten ist höchstens noch die langsam durchdrehende Mama mit ihrem Putztick erwähnens- und sehenswert. Mit fortlaufender Zeit wird die Handlung immer unübersichtlicher. Fraglich, ob sich eine intensive Aufdröselung überhaupt lohnt. Der Film bleibt uns ja schon die Antwort darauf schuldig, warum Kids von heute so dermaßen versessen auf Wahrsagerei, Liebesorakel und olle Schauererzählungen sein sollten.