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So sehr der Titel auch nahe legt, dass Zombies aus Matratzen kriechen, - es geht tatsächlich um ein tödliches Schlafgemach. Co-Autor und Regiedebütant Jeff Maher hätte aus der soliden Grundidee besser einen Kurzfilm basteln sollen, denn bereits vor Hälfte der Erzählung macht sich eine gewisse Bettschwere breit.

Als zwei befreundete Paare ein überteuertes Zimmer in einem Stundenhotel buchen, ahnen sie noch nicht, dass ihre antike Pritsche den Tod bringt. Zur selben Zeit ermittelt der heruntergekommene Cop Virgil in einem fünffachen Mordfall. Auch hier ist ein Bett der zentrale Ausgangspunkt…

Vielleicht wären Zombies im Schlafrock effektiver gewesen, denn mit dem Bett passiert im Grunde genommen nichts. Zu Beginn gibt es einen kleinen Exkurs ins Mittelalter, dann einen beherzt zur Sache schreitenden Zimmermann, der dem Bett ein eingeschnitztes rundes Symbol in Form von Verknüpfungen verleit. Und nachfolgend die zwei Paare, von denen ein Individuum unsympathischer als das andere ist.

Folgerichtig schürt niemand Empathie, der verwahrloste Cop ist ein wandelndes Klischee und Sex hat auch niemand, denn nach dem Versuch eines Damenkusses folgt auch schon das erste Erschrecken, welches wie einige weitere Jump Scares an Genrebeiträge der Achtziger erinnert.
Schrill geschminkt, aber vom Timing her komplett erahnbar.

Die Idee mit der Parallelwelt, einschließlich leichtem Zeitversatz, ist prinzipiell tauglich, doch auch hier mangelt es an der Umsetzung. Maher fehlt das dramaturgische Feingefühl, es kommt keine Spannung auf und allenfalls zwei, drei handgemachte Splattereinlagen wie geöffnete Bauchdecke und unsanftes Knochenbrechen reißen kurzfristig aus der Lethargie.
Versuche mit kleinen Nebenhandlungssträngen, wie der Besuch einer inhaftierten Zeugin oder Inserts mit Andeutungen diverser Sünden verpuffen weitgehend im Nichts.

Dem Titel entsprechend ergibt sich ein Schnarcher, der den Eindruck eines leicht amateurhaften Streifens aufgrund der schwachen Mimen und der austauschbaren, lieblos gestalteten Kulissen unterstreicht. Die ausbaufähige Grundidee bleibt komplett unterentwickelt, es zu wenig Bewegung im Spiel, während die Geschichte mit all ihren vorhersehbaren Entwicklungen einen gefühlten Winterschlaf einleiten könnte.
3 von 10

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