Review

Wenn SyFy und Asylum die Ideen ausgehen, greift man auf Altbewährtes zurück, - Hauptsache, es kommen irgendwie Haie drin vor. Hier orientierte man sich ein wenig an „Waterworld“ und „Planet der Affen“, um ein wenig Zukunftsmusik zu spielen.

Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft fordert die globale Erderwärmung ihre Konsequenz in Form nahezu komplett überfluteter Landschaften. Es gibt nur wenige Überlebende, die sich Inseln basteln konnten, während die Haipopulation mächtig angewachsen und in großen Schwärmen auf Menschenjagd unterwegs ist. Seemann Barrick und einige Wissenschaftler wollen dem ein Ende bereiten…

Mal wieder symbolisiert der obere Teil der Freiheitsstatue die Apokalypse der Menschheit, welche noch gerade noch aus dem Wasser ragt. Ein bestimmtes Jahr wird erst gar nicht erwähnt, was dazwischen geschah auch nicht. Soeben wird die Inselgruppe Junk City von Haien ausgelöscht, während in Salvation immerhin noch 436 Leute unter dem Kommando einer Amazone leben. Als diese mit ihrem Gefolge ein Grölen und Trommeln eröffnet um Haie anzulocken, stellt sich tatsächlich die Frage, ob das noch SyFy ist, da das Niveau deutlich darunter absinkt.

Demgegenüber sehen manche Haie ordentlich inszeniert aus, einzelne sind unerwartet sorgfältig und detailreich gestaltet, die Bewegungen sind flüssig und Unterwasseraufnahmen fallen fast schon glaubhaft aus. Mal abgesehen von springenden Viechern, dem leicht fluoreszierenden Alpha-Tier und einigen schlecht in Szene gesetzten Explosionen, sind die Effekte für einen TV-Film dieser Form annähernd okay.

Nur leider tauchen die Haie im Mittelteil für eine Weile komplett ab, es wird viel taktiert und ausprobiert und es folgt eine Menge Theorie und wenig Action. Der Verlauf packt nicht wirklich, es mangelt an Konfrontationen, es fehlt der obligatorische Wettlauf gegen die Zeit und klappt die erste Maßnahme nicht, bleiben immer noch Möglichkeiten für weitere. Das mutet auf Dauer beliebig an und generiert zu wenig Spannung.

Ansonsten vermag ein Boot von etwa fünf Metern Länge locker eine Welle von rund 30 Metern Höhe zu überstehen, - man muss nur leicht das Tempo erhöhen. Haie planen und ein ehemaliger Vulkan im Wasser könnte notfalls auch noch reaktiviert werden, wobei man sich letztlich für eine Rakete mit Kohlenstoffdioxyd entscheidet, um die Erwärmung rückgängig zu machen. Fakten für Trashfreunde.

Denn für solche ist der Haiplanet noch am ehesten zugänglich, da es wie gewohnt hanebüchen und unlogisch vonstatten geht. Darstellerisch wird Mittelmaß geboten, die Kulissen gehen größtenteils in Ordnung, nur der Score übertreibt es mit der Dauerbeschallung in Richtung Galopp. Immerhin bleiben die Haie die meiste Zeit im Wasser, - für die Produktionsschmieden schon verdammt ungewöhnlich…
4 von 10

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