Review

Saublöde Sharkinflation


In dieser billigen Asylum-/SyFy-Channel-Produktion wird sich (selbst für deren Verhältnisse!) wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert - dreist werden Endzeit- und Sharksploitation in einen rostigen Mixer geschmissen und herausgekommen ist der kotzendschlechte „Planet of the Sharks“, bei dem die Erde überflutet wurde und sich der Rest der Menschheit nun in der Nahrungskette wieder hinten anstellen muss - oder zumindest hinter den einzigen Konkurrenten, den fleischfressenden Kaltblütern, die nun die Meere in riesigen Rudeln durchstreifen...

Was bietet „Planet of the Sharks“ dem strapazierfähigen Trashfreund? 

> ein paar hübsche (weibliche) Gesichter 
> CGI auf „Bob der Baumeister“-Niveau
> einen grummeligen „Homeless“-Michael Shannon-Verschnitt
> postapokalyptische Mode aus dem Asylum-Giftschrank
> unbeteiligte Leute, die hinten am Horizont auf den „Wellen“ spazieren, wenn man genau hinguckt (kein Witz!) 
> bescheuerte Balztänze 
> Skybeam für's Finale 
> die mieseste Computerwelle... ever?!
> viele peinlich schlechte Darsteller 
> immerhin eine einigermaßen brauchbare Prämisse 
> viel unnötiges Technik-„Know How“
> ein Typ mit Hemd und Fliege und Machete (?!) mittendrin 
> keine nackten Tatsachen :(
> einen „lasergesteuerten (?!) Chefhai“
> wenig Kills, kaum Gore
> Wakeboard vs. Sprunghai 
> ein Happy End (vor allem weil man dann als Zuschauer sehr happy ist, dass es endlich vorbei ist)
> ein gefühltes Budget von 5 Cent
> erstaunlich kurz eingeblendete Credits (kein Wunder - wer will damit schon in Verbindung gebracht werden?!)
> Unterwasser-Vulkan!!!
> eigentlich nur Klischees und Stereotypen
> eine einigermaßen sinnvolle (?!) Erklärung, warum sich die Haie in dieser Welt so verhalten
> ein sehr seltsamer Südstaatenakzent
> zu wenig Action, geschweige denn WTF?!- oder Wow-Momente
> gar nicht mal allzu viel unfreiwillige Komik 
> viel zu wenig aus der Situation, der Kombi, der Idee gemacht 

Fazit: „Waterworld“ trifft „Sharknado“ - auf den SyFy-Channel ist Verlass. Im schlechtesten Sinne. Ein postapokalyptischer Schmu zwischen PlayStation 1-Grafiken, Sommerurlaub für Cast+Crew, einer großen Abschreibung für Asylum und unverblümtem Abklatsch. „Planet of the Sharks“ ist nichtmal gut genug für filmische Fischsuppe. Selbst wenn ich ihm ein paar süffisante Szenen zugestehen muss... Dennoch: ein echter #SharkWeek-Fail! 

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