In einer postapokalyptischen Zukunft sind die Pole geschmolzen, die Erde ist fast vollständig von Wasser bedeckt. Die wenigen Überlebenden kämpfen um ihre Existenz und gegen Haie, die sich an die Spitze der Nahrungskette gesetzt haben und neuerdings organisierte Angriffe durchführen. Eine Gruppe Klimaforscher, die versucht, den CO2-Gehalt in der Atmosphäre zu reduzieren, will dem Ganzen ein Ende setzen.
Klingt nach Hai-Trash mit Spaßpotenzial, ist aber leider nicht spaßig. Der Film wirkt wie eine Sparversion von Waterworld mit aufgesetzter pseudowissenschaftlicher Klimamessage. Dabei kommt er ohne Schauwerte, ohne Atmosphäre und ohne irgendein Gefühl für Größe oder Gefahr daher. Wo andere Asylum-Produktionen zumindest noch mit absurdem Einfallsreichtum punkten, herrscht hier vor allem gähnende Leere. Die Welt wirkt absurd, billig und völlig leblos inszeniert.
Die Effekte sind erwartungsgemäß schwach, aber selbst im Vergleich zu anderen Hai-Filmen erstaunlich uninspiriert. Die Haie sehen aus, als wären sie aus einer frühen Videospiel-Engine entlaufen und bewegen sich entsprechend unglaubwürdig durch das Wasser und aus diesem heraus. Auch der ach so bedrohliche Tsunami schaut nach nichts aus, wird lang vorbereitet und dann binnen Sekunden abgehandelt. Bedrohung entsteht dabei zu keinem Zeitpunkt, nur unfreiwillige Komik.
Auch erzählerisch ist das Ganze ein Desaster. Die Handlung hangelt sich von Szene zu Szene, ohne echten Spannungsaufbau, ohne Dynamik. Die Figuren handeln teils schlicht dumm, viele Entscheidungen wirken willkürlich und aufgesetzt. Sie bleiben austauschbar und dienen primär als Futter für die nächste belanglose Hai-Attacke, wobei ein halbes Dutzend Figuren auch mal eine Bevölkerung von über 400 Menschen darstellen soll. Konflikte und Dramaturgie sind mehr als schlecht konstruiert und die Dialoge stammen direkt aus einem Generator für Endzeit-Plattitüden.
Besonders unerquicklich ist der Versuch, eine Klimabotschaft unterzubringen. Was als gesellschaftskritischer Unterton gedacht ist, ist hier so plump und stumpfsinnig, dass es schon ernsthaft weh tut. Statt Relevanz entsteht Fremdscham.
Ein absolut spannungsarmer, visuell schwacher und erzählerisch dumpfer Hai-Trash, der sich selbst viel zu ernst nimmt. Sogar für Asylum-Verhältnisse geht ihm jeglicher Unterhaltungswert ab. Planet of the Sharks rangiert sogar unter den vielen mauen Haifilmen sehr weit unten.