Alle Kurzkommentare


6

Knallbuntes Effekte-Actionkino. Durchaus unterhaltsam. Spannung satt, große Schauwerte, ausgewogener Humor und ein ernsterer Kirk als in den Vorgängerfilmen. Wer sein Gehirn ausschaltet, bekommt ein fast perfektes Weltraum-Abenteuer serviert. Aber Moment, sind wir hier in einem Marvel- oder Star Wars-Film? Wo ist der Geist von Star Trek? Wo ist der philosophische Unterbau, die Eröterung gesellschaftlicher und moralischer Dilemmas, die das Wesen von Star Trek ausmachen? Und schon wieder ein Ober-Bösewicht mit Rachegelüsten wie schon in Teil 10, 11 und 12. Es wird Zeit, dass die Macher mal anfangen, komplexe Geschichten zu erzählen. Wo bleiben Klingonen, Romulaner und Cardassianer? Nicht falsch verstehen, mir hat der Film als kurzweiliges Action-Vehikel wirklich gefallen, aber mit Star Trek hat das doch wenig zu tun.

7

Ich muss gestehen: Mir wächst die Neuinterpretation von J.J. Abrams langsam, aber sicher ans Herz. Auch die Kombination aus parodistischen Slapstickeinlagen und nachdenklicheren Momenten klappt immer besser - oder man hat sich inzwischen einfach an den Grundton dieses eigenwilligen Trek-Universums gewöhnt. Die Botschaft, dass nicht das Schiff sondern seine Mannschaft die Enterprise ausmacht, ist rührend und steht ganz im Geiste der alten Missionen. Richtig fett sind natürlich wieder die Action und der Bombast. BEYOND dreht dabei so auf, als wolle er um jeden Preis mit den neueren STAR WARS Episoden konkurrieren. Auch wenn der Feind absolut austauschbar bleibt und das Skript löchrig ist, so ist das für Hollywoodverhältnisse in diesen Tagen ein ordentlicher Space-Trip, bei dem selbst Motorradstunts oder ein Beastie Boys Song nicht stören.

5

Ist das jetzt beabsichtigt retro oder einfach nur misslungen? Der neue STAR TREK Film fühlt sich in weiten Teilen so an wie eine überlange TV-Folge aus einer der ersten Staffeln: billig wirkende Kulissen, mäßige Tricks, hölzernes Acting, bemühter Humor, simple Makeup-Effekte, dämliche Logiklöcher und nur ein Hauch von Story. Dazu kommen ein paar chaotische Actionszenen, unübersichtlich arrangiert, hektisch geschnitten und viele davon im Dunkeln, wobei das 3D eher kontraproduktiv wirkt. Nahezu jede Situation in diesem Film ist absoluter Standard ohne jegliche Überraschungen oder Innovationen, die wenigen guten Szenen kennt man aus dem Trailer. Wären nicht die vertrauten Charaktere und ihre liebgewonnenen neuen Darsteller, der Film wäre ein totaler Reinfall. So ist er nach dem hervorragenden ersten und dem okayen zweiten STAR TREK von J.J. Abrams nur eine echte Enttäuschung.

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