Review

Wer nur noch einen Zombiefilm schauen möchte, sollte zwei kucken: "Train to Busan" und "The girl with all the gifts". Beide höchst unterschiedlich, aber jeweils mit hohem Innovationsfaktor.
Eigentlich hatte ich ja nach der Zombieschwemme der Nuller- und 10-er Jahre plus dem dann doch niemals zu Potte kommenden "The Walking Dead" die Schnauze voll. No more Headshots please und no more krampfhafte Versuche, das Wort Zombie im Film zu vermeiden.
Das hält allerdings auch dieser Arthouse-Horror so, hier heißen die Lebenden Toten Hungries.
Ansonsten macht der Film aber so ziemlich alles anders als seine Mitbewerber. Insbesondere die erste halbe Stunde, wenn man noch nicht weiß, was geht, ist erzählerisch ein wahres Vergnügen.
Wenn's dann abgeht, verliert die Story zwar zunehmend ihren innovativen Charakter, aber der Film hält vor allem durch seine kindliche Hauptdarstellerin Sennia Nanua die Spannung. Ihr zur Seite stehen der immer überzeugende Paddy Considine, Großmimin Glenn Close und Gemma Arterton, die hier mal nicht "die Hübsche" spielen muss.
Der Goregehalt ist angemessen wo es sein muss, aber es ist offensichtlich, dass es Regisseur Colm McCarthy weder um blutige Effekte noch andere klassische Horrorelemente geht.
Worum es denn dann im Kern geht? Kein Plan, ehrlich gesagt. Für mich ist es so eine Art verzombte Coming-of-Age-Story. Sieben Punkte.

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