Oliver Krekel wollte es auch mal wissen. Nachdem er sich über Jahre hinweg in Pionierarbeit für die Wiederveröffentlichung unterdrückter Medien ergangen hatte (Astro Distribution), unzählige Gerichtsverfahren auf sich nehmen musste und von den Fanzines für jede auch nur ansatzweise schwächere Veröffentlichung durch den Dreck gezogen wurde, gönnte er sich den Spass und drehte mit vielen Kumpels und einigen illustren Namen seine eigene Variante eines Zombiesplatter-Abenteuer-Action-Amateurfilms.
Bei aller Liebe, man müsste schon blind sein, um nicht zu erkennen, dass Krekel sich trotz vorhandenem Budgets völlig übernommen hat. Der Streifen hat seine guten Momente - die Horrorszenen sind recht eigensinnig und gehen einem immerhin noch länger im Kopf rum, doch unzählige Füll- sogenannte "Handlungsszenen" scheinen nie für die Öffentlichkeit gedacht gewesen zu sein - was da auf einen einprasselt ist extrem albern! Das liegt an der ziemlich lustigen Mischung aus ungeschickter Filmtechnik, schauspielerischem Misslingen, bizarrer musikalischer Unterhaltung (Dancebeats der billigen Sorte) und den Ultra-gekünstelten Dialogen. Aber das ist wie gesagt in lustiger Runde durchaus ein liebenswerter Partybrüller. Die geradezu ärgerlich zurückhaltenden Auftritte des Porno-Mutter-Tochter-Gespanns Sibylle und Sylvie Rauch tun ihr Übriges dazu.
Zachi Noy macht seine Sache recht souverän und scheint sich auch nicht zu fein für eine solche Winzproduktion gewesen zu sein, wird aber recht seltsam synchronisiert (Zachi: "Wo-sind-die-Frauen?" Antwort: "Ja, wenn sie mir sagen würden welche Frauen sie meinen..." Zachi:"Wo-sind-die-Frauen?" und so weiter). Es wird massiv geflucht und Sprücheklopfen der unteren Kreisliga scheint die Basis des Drehbuches gewesen zu sein.Die Story ist ziemlich - naja, nennen wir es mal "trashig". Vor allem die Szenen im Labor und in der Polizeistation sind wirklich UNGLAUBLICH! Dort gibt es unter anderem bizarre Computer-Billigeffekte und eine zombifizierte Fruchtfliege ("Mach dich weg, du Scheißvieh!").
Man muss definitiv in der Laune sein, pausenlos abzulachen, denn wenn man ernst an den Film rangeht, hat man zwei Stunden verloren.Als wirklich zu misslungen und auch nicht mehr komisch empfand ich allerdings die unnötigen Action-Szenen, die nicht mal ansatzweise funktionieren und auch nicht gerade geschickt eingeführt werden.
Die letzte halbe Stunde ist dann das übliche Wald- und Wiesen-Zombiegesplatter, tricktechnisch ganz gelungen, abgesehen von den Computereffekten.Fazit: Für mich ist es ganz erheiternd zu sehen, dass der Chef des legendären "Astro"-Labels nicht ein psychotischer Freak, sondern ein kindgebliebener Spassvogel ist...kann aber auch verstehen, wenn man den Film als recht müllig einstuft.