Review

Die blutigen Effekte sind für einen deutschen Amateurfilm wirklich gut. Sie kommen schon beinahe an Ittenbach ran. Es gibt sogar Gore zu begutachten, als ein paar Zombies das Herz und die Innereien von ein paar Menschen verspeisen. Gegen Ende wird ordentlich drauflosgesplattert und die blutigen Effekte können sich sehen lassen.

Weniger gelungen sind hingegen die zahlreichen CGI-Effekte, zum Beispiel als der Jetski auf dem Wasser explodiert. Die Computereffekte sind total billig und sehen alles andere als proffesionell aus.

Wenn man bedenkt das Oliver Krekel für "Crossclub" sage und schreibe 250000 DM zur Verfügung hatte sind dann auch die blutigen Effekte nicht mehr toll. Peter Jackson hatte für "Bad Taste" nur wenige tausend Dollar zur Verfügung, sein Film ist aber viel besser geworden. Man nehme nur die blutigen Effekte. Sie sind zahlreicher, blutiger und auch einen Tacken besser. Die Effekte bei "Crossclub" mögen im Gegensatz zu anderen deutschen Amateurfilmen gut sein (man denke nur an Jochen Taubert oder so), doch im Gegensatz zu "Bad Taste" sind sie Schrott.

Krekel hatte ein, für Amateurverhältnisse, Riesenbudget zur Verfügung. Von 250000 DM hätte ein Olaf Ittenbach als er 1989 "Black Past" drehte nur träumen können. Trotzdem ist "Crossclub" schlecht geworden, was man von Ittenbachs Film nicht behaupten kann. Herr Krekel hat aus dem Geld einfach nichts gemacht. Er verpflichtete Zachi Noy, Star aus "Eis am Stiel", und EX-Pornodarstellerin Sibylle Rauch. Wahrscheinlich haben sie einen Großteil des Budgets gekostet. Der Rest ging dann für blutige Effekte drauf. Somit blieb wohl kein Geld mehr für CGI oder sonstiges und der Film ist leider nicht gut geworden. Zachi Noy und Sibylle Rauch hätte man sich eigentlich schenken können. Der Auftritt von Herr Noy mag ja ganz lustig sein (Ich mag kein Eis am Stiel), ist nur leider eher von kurzer Dauer. Die wirkliche Hauptrolle im Film hat Oliver Krekel selbst übernommen. Krekels Kollege Timo Rose, Regisseur des "grandiosen" Psycho-Jack, ist übrigens auch mit von der Partie, allerdings nur in einer ganz kleinen Nebenrolle.

"Crossclub" ist ein Zombiefilm, der Film trägt ja nicht zu Unrecht den Beinamen "The Legend of the living Dead", nur leider gibt im gesamten Film nur ungefähr 5 Untote und diese sind nur selten zu sehen. Zudem ist Krekels Werk mit seinen über 2 Stunden eindeutig zu lang geraten. Wenn man die lange Laufzeit betrachtet ist der Bodycount auch nicht besonders hoch (außer am Ende), Amateurfilm hin oder her.

Fazit: "Crossclub" mag für deutsche Amateurverhältnisse gar nicht so übel sein, als eigenständiger Film ist er aber schlecht. Ein wirkliches Drehbuch hat es beim Dreh ja auch nicht gegeben.

Details
Ähnliche Filme