Ich hab ja schon viele deutsche Amateurfilme gesehen, die qualitativ sehr überzeugen können, aber es ist verdammt schwer, an "Crossclub" vorbeizukommen. Da wird zwar nicht so viel Wert auf Splatter und Gewalt gelegt, aber trotz einer Lauflänge von 124 Minuten, die für einen Amateurfilm recht beachtlich ist, herrscht von der erste bis zur letzten Sekunde absolute Kurzweile. Denn handwerklich gesehen ist Oliver Krekels Erstling mehr als nur überzeugend. Schon allein die Titelsequenz hat es in sich, die kann sogar mit professionellen Produktionen mithalten. Auch die Kamera steuert ihren Teil zum Erfolg des Films bei, liegen so gut wie alle Einstellungen über dem Durchschnitt des umstrittenen, aber auch geliebten Genres. Von der Musikuntermalung mal ganz zu schweigen. Ein weiterer Pluspunkt sind die Verpflichtungen von Zachy Noy und Sibylle Rauch, die zwar nicht unbedingt zu den besten ihrer Zunft zählen, aber dennoch erfahren genug sind, um einen Amateurfilm durch ihre Leistungen besser zu machen. Auch einem Oliver Krekel ist höchstes Lob auszusprechen, er spielt wirklich recht gut und auch flüssig. Hier werden Filme von Schnaas oder Bethmann ebenfalls um Einiges überboten. Die Splattereffekte stehen nicht so im Mittelpunkt, die dennoch vorhandenen können sich aber durchaus sehen lassen. Die Actionszenen, die man auch zu sehen bekommt, sind recht gut choreographiert, seien es die Schlägereien oder die Schießereien.
Alles in allem einer der 3 besten deutschen Amateurfilme, vor allem der professionellste! Wenn Krekel so weiter macht, wird aus ihm ein richtig guter Regisseur. 7,5/10 Punkte