Astro Records & Filmworks sollte eigentlich ein Musiklabel werden, doch schließlich spezialisierte man sich auf die Veröffentlichung von Horrorfilmen. Oliver Krekel war der Gründer des Labels und wagte sich mit "Crossclub - The Legend of the Living Dead" zum ersten Mal auf den Regiestuhl. Das unsinnige Screenplay geht auch auf seine Kappe, dennoch ließ man sich diesen überlangen Amateurfilm eine viertel Million Mark kosten. Wer nun Vergleiche zu einem Olaf Ittenbach zieht, merkt hier schnell, dass Krekel nicht mal annähernd diese Klasse erreicht. Dann schon eher auf Augenhöhe mit Jochen Taubert, Andreas Bethmann oder Andreas Schnaas, deren Filme auch größtenteils zum Bodensatz gehören. Aber es gibt eben auch Fangemeinden der Amateurklasse, welche hier einen Leckerbissen für sich entdecken werden. Doch wer hier einen reinen Zombiefilm erwartet, dürfte bitter enttäuscht sein, denn die Untoten (haben hier nicht mal Make up) tauchen erst im Finale auf.
Der Beginn von "Crossclub" spielt im Jahr 1969, wo eine Sekte mit Hilfe eines Menschenopfers den Leibhaftigen erwecken will. Doch eine Polizeieinheit macht ihnen einen Strich durch die Rechnung.
Dreissig Jahre später beginnt eine bestialische Mordserie, zusammen mit seinen Kumpels versucht Andy (Oliver Krekel) die ganze Sache aufzuklären. Die Spur führt zum neuen Meister (Zachi Noy) der Sekte, welcher mit einem Serum Tote zum Leben erwecken kann. Mit den Zombies plant er nun eine Invasion.
Auch wenn man einen Schalter in seinem Kopf umlegt, gibt es an "Crossclub" noch genügend zu kritisieren. Das schlimmste sind die zwei Stunden Laufzeit, fast schon eine Zerreißprobe für den Zuschauer. Die Geschichte mit der Sekte hat weder Hand noch Fuß, auch jegliche Erklärungen bezüglich des geheimen Serums fehlen. In der ersten Filmhälfte weiß man erstmal überhaupt nicht worum es geht, bis der hirnrissige Plan des Meisters für unfreiwillige Komik sorgt. Der will sich gleich die ganze Welt unter den Nagel reißen, mit Hilfe von Untoten wo man nicht mal weiß, wo die so plötzlich herkommen. Doch der Höhepunkt des Schaffens, sind wie üblich die Laiendarsteller samt ihrer dümmlichen Dialoge. Und hier zieht es einem wirklich die Schuhe aus, wenn man hört was Andy und Konsorten so von sich geben. Trotz einiger unfreiwlliger Lacher ist das Ganze aber dermaßen langweilig, dass einem schnell die Lust vergeht. Auch wenn Krekel immerhin optisch ein paar brauchbare Einstellungen bieten kann, so ist der Look insgesamt extrem trostlos. Einige Aufnahmen wurden in Dänemark und Spanien gemacht, leider bleibt es trotzdem völlig monoton. Jedoch muss man fairerweise auch zugeben, dass der zusammengeklaute Score auch ein paar gute Melodien zu bieten hat.
Peinlich wird es auch bei den Effekten, die wohl am Heim-PC entstanden sind, auch die wenigen Goreeffekte überzeugen nicht. Zusätzlich ein dickes Armutszeugnis, dass man den Zombies nicht mal ein passendes Make up spendiert hat. Stattdessen gibt es einige billige Prügelein, wo man so offensichtlich aneinander vorbeihaut, dass dies selbst der größte Laie erkennen kann. Die Shootouts mit den Spielzeugwaffen sind ein Witz und dann reichen die schlechten Actionszenen nicht mal aus, um die langweiligen Ermittlungen von Andy und seinen zwei Freunden zu übertünchen. Dabei geht einem besonders die grelle Stimme von Krekel auf die Nerven und dessen dämliche Onliner. Selbst voll betankt dürfte es einem schwerfallen, hier unterhalten zu werden. Wenn sich selbst erfahrene Darsteller wie Zachi Noy (Eis am Stiel) oder Sibylle Rauch (Alpha City) dem niedrigen Niveau der restlichen Schauspielbelegschaft anpassen, ist es wirklich zu spät.
Es gibt miesere Amateurfilme, aber "Crossclub" ist mit seiner Laufzeit von über zwei Stunden schon schwer verdaulich und einfach nur langweilig. Darsteller, Story und Effekte sind unter aller Kanone, gewisse Ansätze lassen sich bei Optik und Score ausmachen, doch im Endeffekt sei jedem vor dieser Katastrophe abgeraten. Da helfen auch Gags wie:"Ich hasse Eis am Stiel" nicht mehr weiter.