Arnold Schwarzenegger und Danny DeVito spielen die Ergebnisse eines genetischen Experiments. Während Schwarzenegger zu einem muskulösen und gleichzeitig intelligenten Menschen heranwächst, gerät DeVito auf die schiefe Bahn und als sich die beiden nach 35 Jahren das erste Mal treffen haben sie im Prinzip überhaupt keine Gemeinsamkeiten mehr. Dennoch beschließen sie, ihre Mutter zu finden, wobei sie durch DeVitos Erpressungsversuch in Lebensgefahr geraten.
Einerseits zeigt Action-Held Arnold Schwarzenegger mit solchen Auftritten, dass er Eigen-Ironie hat und sich selbst nicht zu ernst nimmt, doch während vor allem Kollege Bruce Willis in "Keine halben Sachen" und "Banditen" überaus amüsant war, gerade weil er nicht mit aller Macht versuchte, lustig zu sein, ist Schwarzenegger eher blass und geht im Zusammenspiel mit dem gewohnt starken DeVito hoffnungslos unter. Einmal mehr kann er mit seiner beeindruckenden Physis seine schwache Mimik und sein unbeholfenes Spiel nicht ausgleichen, zumal es in „Twins" kaum Action-Szenen gibt, in denen er brillieren könnte. Dieses unbeholfene Spiel von Schwarzenegger lässt sich aber ansatzweise verschmerzen, da er sehr gut mit seinem krassen Gegenbild Danny DeVito harmoniert, der mit seiner liebenswerten, hektischen, aber dennoch durchtriebenen Art perfekt in seiner Rolle aufgehoben ist.
Aber auch die Regie von Ivan Reitman, der unter anderem mit "Ghostbusters" auf sich aufmerksam machen konnte, ist eher mittelmäßig. Das Erzähltempo hält er relativ hoch, da er aber versucht stetig Dramatik aufzubauen und das vollkommen absurde Verhältnis der beiden Brüder mit einem Ansatz von Tiefgang darzustellen, wird der Film noch lächerlicher, als er sowieso schon ist und tritt teilweise auf der Stelle. Die Filmmusik ist nicht sonderlich überzeugend und will nicht so richtig das Wohlgefühl aufbauen, dass man sich als Zuschauer von Filmen des Genres erhofft. Teilweise versucht Reitman Spannung aufzubauen, da die beiden Brüder von skrupellosen Gangstern verfolgt werden, aber so richtig gelingen will auch dies nicht. Alles in allem kann Reitman seinen guten Eindruck von "Ghostbusters" kaum bestätigen und liefert einen eher mittelmäßigen Film ab, der über solide Unterhaltung hinaus nichts bieten kann.
Die Story ist zu allem Überfluss so lächerlich, dass "Twins" endgültig scheitert. Die Grundidee um die beiden komplett verschiedenen Brüder, die sich auf die Suche nach ihrer Herkunft und nach ihrer Mutter machen, ist zunächst einmal nicht schlecht, aber das Vehikel, dass um diesen Plot herumgestrickt wurde, ist nicht sonderlich überzeugend. Angefangen mit der übertriebenen und unwahrscheinlichen Charakterkonstruktion, bis hin zu den vorhersehbaren Wendungen ist den Drehbuchautoren nichts wirklich Gutes eingefallen. Die Versuche, die Beziehung zwischen DeVito und Schwarzenegger auf eine vielschichtigere Ebene zu ziehen sind allesamt zum Scheitern verurteilt.
Fazit:
Mit einem blassen Arnold Schwarzenegger, einer soliden Inszenierung und einer schwachen Story ist "Twins" eine höchstens mittelmäßige Komödie, die über mäßige Unterhaltung hinaus überhaupt nichts bieten kann.
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