Die Zwillinge Julius und Vincent sind das Ergebnis eines genetischen Experiments. Nach der Geburt werden sie der Mutter weggenommen und getrennt aufgezogen. Julius ist ein muskulöses Genie, der von Wissenschaftlern betreut auf einer Insel aufwächst. Im Alter von 35 erfährt er von seinen Zwillingsbruder und zieht los, ihn zu suchen. Er findet Vincent, einen zwergwüchsigen kleinen Ganoven, der Julius, weil er alles aus Büchern weiß und nichts vom wirklichen Leben, für einen Trottel hält. Trotzdem macht er sich mit ihm auf, ihre gemeinsame Mutter zu suchen, verfolgt jedoch in Wahrheit einen erpresserischen Plan, der die beiden fast das Leben kostet. Das glückliche Ende zeigt nicht nur eine wieder vereinte Familie, sondern Julius und Vincent als glückliche Väter neugeborener Zwillingspaare.
Trotz des Mangels jeglicher Erfahrung schlägt sich die steirische Eiche in ihrer ersten Komödie recht wacker, was aber auch sehr stark von seinem Partner Danny De Vito abhängig ist. Die beiden sind ein gut geschmiertes Team und die Zusammenarbeit wurde sogar später noch in dem Film Junior fortgesetzt. Persönlich sehe ich ihn zwar lieber in seinem ureigensten Metier, nämlich bösen Buben die Murmel zerkloppen, aber jeder Actionstar hat ja mittlerweile seine Komödienleichen im Keller seiner Filmographie liegen.
Die Grundidee dabei ist gar nicht mal übel, der weltfremde Hüne trifft seinen dicken Problemzwilling zum ersten mal und beide suchen gemeinsam nach einigen Hindernissen ihre Mutter. Das klonen war 1988 durchaus noch ein hippes Thema (beide haben sechs Väter und eine Mutter), dazu gibt es noch das altbekannte Thema des Aliens das in eine fremde Umgebung kommt und von nix ne Ahnung hat, denn Muskelberg Julius verbrachte sein bisheriges Leben behütet auf einer Pazifikinsel (300 Meilen süd-Südwest der Fidschi Inseln, hat das schon mal jemand gegoogelt?).
Da die beiden nicht nur physisch, sondern auch psychisch unterschiedlicher kaum sein könnten, gibt's erstmal den klassischen Buddy Movie Ansatz des mühsamen Zusammenraufens, um dann gemeinsam mit zwei Mädels ins Road Movie Fach zu wechseln. Trotz des verfolgenden Bösewichts nimmt sich Reitman aber leider etwas zu viel Zeit für die maue Love Story, um auf den Schlußgag Anlauf zu nehmen. Ansonsten ist die Gagdichte eher so im Mittelmaß, Ist schon nett wenn sich Arnie zu Beginn über ein Rambo Plakat lustig macht. oder man die beiden schon als ungleiche Babys nebeneinander sieht, aber wirkliches Dauergelächter wird nicht ausgelöst, am meisten dürften sich da die Fans von Danny De Vito freuen, denn er kann seine gewohnte Dauerschnauze so richtig auf vollen Touren laufen lassen. Sonst ist die Komödie aus der Abteilung nett, aber nix besonderes.
6/10