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Julius Benedict ist intelligent, gut gebaut und lebt auf einer Insel im Pazifik. Ihm geht es ziemlich gut. Zu gut für einen Zufall, denn Julius ist das Ergebnis eines genetischen Experiments, bei dem Wissenschaftler einen Supermenschen erzeugen wollten. Was der belesene Strahlemann erst im Erwachsenenalter erfährt: er hat einen Zwillingsbruder. Also macht sich Julius auf die Suche nach diesem, was ihn nach Los Angeles führt und zu einem Typen, der so ziemlich das Gegenteil von ihm ist.

Denn Vincent, so der Name des ungleichen Zwillings, hat quasi die Reste aus dem bei Julius angewandten Genpool bekommen. Und das Publikum ein Aufeinandertreffen von Arnold Schwarzenegger und Danny DeVito als Bruderpaar. Diese sichtbar konträre Kombi verkauft die von Ivan Reitman inszenierte Komödie über ihre gesamte Lauflänge als witzigen Aufhänger, auch wenn sich dieser als Quelle der Heiterkeit bald erschöpft hat. Wie eine Idee, die die Macher angesoffen in einer Bar hatten und die man eben auf Filmlänge aufgeblasen hat.

Zugegeben, Schwarzeneggers erster großer Ausflug ins Komödienfach hat ein paar witzige Momente. Der unvermeidliche Seitenhieb auf Stallone darf da ebenso nicht fehlen wie Julius' Konfrontation mit der westlichen Zivilisation. Und den Hünen gegen sein eigenes Klischee als sensiblen und intellektuellen Typen zu besetzen ist hier schon die halbe Miete. Für DeVito war das Genre damals schon ein Heimspiel, den quirligen Typen gibt er aus dem Effeff und macht irgendwie das Beste aus der Idee. Chloe Webb und Kelly Preston als die beiden Liebschaften der Brüder bringen die unvermeidlichen RomCom-Sprenkler ins Bild und irgendeine wenig motivierte Geschichte um einen oder auch mehrere Antagonisten frühstückt man auch noch ab. Da ist nichts Erinnerungswürdiges dabei, die Suche nach der Mutti der Zwillinge schon eher, aber auch dies bleibt nur eine kleine Nebenhandlung.

Man fokussiert sich auf Arnie und Danny. Und das läuft nach erwartbarem Schema ab, Vincent zieht den naiven Julius erst in seine dubiosen Machenschaften, erkennt irgendwann doch die familiäre Bindung und am Ende ist alles supi. Das ist seicht, hier und da mal zum Schmunzeln, aber durchweg unaufgeregt und wenig emotional. Harmlose Nachmittagsunterhaltung.

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