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Eines der populärsten Duelle in der Geschichte wird mal wieder neu verfilmt, mit herrlich geringem Budget und noch weniger Inhalt. Über die Choreographie des legendären Fights ist in der Bibel wenig zu finden, wohl aber, dass Goliath um die drei Meter groß gewesen sein dürfte, wenn dies etwa sechs Ellen entspricht. Den Rest haben sich die Wallace Brothers ausgedacht, weisen zum Nachlesen aber mal gleich aufs Alte Testament hin, irgendwo im Buch Samuel.

Schafhirte David fühlt sich zu Höherem berufen und wird darin bestätigt, als Prophet Samuel ihn aufsucht. Gemeinsam mit drei weiteren Kriegern wird er in die Kampfkunst eingeweiht, welche David bald benötigen wird, um sich gegen den Philister Goliath zu behaupten…

Wir wollen mal nicht spoilern, aber eine Steinschleuder? Really? Dafür der ganze Aufwand mit Felstragen, Schwertkampf, Morning Jogging und Speerfuchteln? Immerhin kommt David mal von seinen Schafen weg und von seinen versnobten Brüdern.
Obwohl ihn seine neuen Buddies auch reichlich hänseln und greteln und Prophet Samuel mächtig triezt, bevor er ihn für den finalen Kampf den schmächtigen Rücken stärkt. Quasi ein Bibel-Miyagi.

Seine kämpferische Übermacht darf Goliath schließlich kurz vorm Finale demonstrieren, als er im Nachtwald eine kleine Einheit plättet, woraufhin der amtierende König Saul enorm angepisst scheint. Immerhin kann der vermeintliche Sieger seine Tochter haben, - die einzige Frau im ganzen Umkreis, welche auch gleich das komplette Make-up des Sets auftragen durfte.

Schlecht sind die Fights nicht, nur eben auch nicht sonderlich mitreißend, zumal Martial Arts keine wirkliche Rolle spielen und die Requisiten durch die Bank sehr leichtgewichtig daherkommen. Die Kamera arbeitet jedoch solide und der Score klingt zumindest nicht allzu modern, wogegen das Publikum im Hintergrund des Endkampfes eine Farce ist. Das wurde nämlich per CGI übel in den Hintergrund kopiert.

Mal davon abgesehen, dass ein Kämpfer eine zerrissene Jeans trägt und 1000 v.Ch. bereits Zahnärzte mit Amalgam unterwegs waren, fallen die Trainingseinheiten ansatzweise unterhaltsam aus, eine besondere Härte ist bezüglich der FSK12 natürlich nicht auszumachen und auch darstellerisch ist kein Glanzlicht zu verzeichnen.
Also nix mit Epos, Massen an Komparsen oder blutigen Schlachten. Da sind eigentlich nur fünf Kerle in einer Steinwüste und halten sich körperlich fit, während am Ende ein sechster, etwas größerer Typ dazukommt. Für so etwas Minimalistisches langen 72 Minuten tatsächlich voll und ganz.
Knapp
4 von 10

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