Also, man kann ja von seinen Filmen halten, was man will, aber man muss neidlos anerkennen, dass Bruce Willis – gleich in welchem Genre er eine Rolle ergattert – immer eine gute Figur macht. Und genau das gilt auch für seine Rolle als Jimmy Tudeski in „Keine halben Sachen“.
„Oz“ Oseransky (Matthew Perry), unglücklich verheirateter Zahnarzt, muss mit Schrecken feststellen, dass sein neuer Nachbar ein gefürchteter Auftragskiller ist: Jimmy „Die Tulpe“ Tudeski (Bruce Willis). Und schon bald schmiedet seine geldgierige Frau (Rosanna Arquette) einen Plan: Ihr Mann soll nach Chicago fliegen, um dort dem Kriminellen Janni Gogolak (Kevin Pollak) gegen ein Kopfgeld zu erzählen, wo sich „Die Tulpe“ aufhält…
Nun ja… so entwickelt sich dann eine zunächst recht einfache Gangster-Story zu einer Geschichte mit überraschend vielen Verstrickungen und Wendungen, ja – zu einer der gelungensten Gangster-Komödien der letzten Jahre. Phasenweise jagt ein Gag den anderen und auch die wahnwitzigen Verstrickungen, die entwickelt werden, entbehren keineswegs eines charmanten Humors. In erster Linie ist es Matthew Perry (ja, der aus „Friends“), der mit seinen urkomischen Einlagen die Zwerchfelle des Publikums strapaziert und sich somit zum absoluten Liebling des Zuschauers etabliert. Aber auch Bruce Willis zeigt sich einmal mehr von seiner komischen Seite; Natasha Henstridge und Amanda Peet reihen sich als optische Schmankerl in den Cast ein, und Michael Clarke Duncan bringt schließlich noch die notwendige Brise Schlagkraft mit ins Spiel.
Alles in allem eine hervorragende, erfrischend komische Gangster-Comedy mit zwei Hauptdarstellern in Höchstform. Uneingeschränkte Empfehlung und von mir „The whole 8 Points“ (von 10)!!!