Review

Ein buntes Starensemble ist nun wirklich nicht alles. Dafür gibt es viele Beispiele wo der Film sehr stark besetzt wurde doch die Story und der Rest Müll ist. Bei diesem Werk bin ich mir nicht ganz schlüssig. Denn auch hier glänzen einige bekannte Schauspieler. Die sich anscheinend auch gut amüsieren aber dafür bleiben andere Dinge auf der Strecke.

Die Story ist ganz nett und bietet so einige Wendungen und Überraschungen. Der Beginn des Filmes und auch der Mittelteil sind Klasse wenn auch mit langweiligen Szenen. Dagegen ist das Ende ziemlich lahm. Und die „Happy End Freunde“ werden auch hier nicht enttäuscht werden. Daher wird in den letzten 15 Minuten nur auf das Happy End gesteuert.

Ich habe eine etwas bissigere Komödie erwartet. Doch leider mangelt es hier an vielen Stellen. Wie die Gags. Der Film besteht aus 40% Albernheiten, unsinnige Szenen und Slapstick. Die im zweiten Teil zwar auch auftreten, nur besser. Aber natürlich sind auch einige Gags zum Schmunzeln, aber es reicht noch lange nicht das man sich kugeln muss vor Lachen.

Und diese 40 % kommen meist von Matthew Perry. Den eigentlich jeder aus der unsäglich miesen Sitcom „Friends“ kennt. Und Perry spielt den trotteligen Zahnarzt ganz gut. Allerdings nervt er nach der Zeit, vorallem die Slapstickeinlagen. Die hier noch nicht mal witzig sind. Aber das ist halt eben Geschmacksache.

Da hätten wir noch Bruce Wills, Rosanna Arquette, Michael Clarke Duncan, Natasha Henstridge, Amanda Peet und Kevin Pollak. Wenn das mal nicht eine Mischung ist. Da möchte man doch denken, das dieser Film viele Highlights hat, Spaß macht und schöne Action liefert. Alles Falsch. Die Stars sind nur in einem Mittelmäßigen Streifen wo wohl nur die Gage stimmte.

Auch an Highlights fehlt es. Und auch mehr Action wäre schön gewesen. Und von Blut braucht man gar nicht anzufangen. Es ist zwar schön das Jonathan Lynn auf unnötige Brutalität verzichtet hat, aber ein bisschen mehr hätte den Film auch nicht geschadet. Dafür kann der Film unterhalten aber nur wegen der bekannten Schauspielerriege.

Auch einige nervige Musikpassagen sind im Film vorhanden und die Realismus Frage muss ich ja wohl nicht mehr beantworten. Für einige Zuschauer scheint die Story beim ersten Ansehen vielleicht Verwirrend wenn man nicht aufpasst. Aber das macht es ja aus. Die Überraschungen und die Wendungen sind Genial und auch die Schauspieler sind größtenteils Klasse.

Im Vergleich zum zweiten Teil ist die Story hier wesentlich vielschichtiger. Mir persönlich gefiel der zweite Teil klar besser. Die Gags waren besser und auch sonst stimmte einfach mehr als im ersten. Auch wenn die meisten Leute anderer Meinung sind. Ich finde diesen Teil im Vergleich zum zweiten zum Gähnen.

Fazit: „Keine halben Sachen“ ist eine harmlose Komödie mit sehr viel Sympathiewert der im nächsten Teil auch noch erfolgreich anhält. Und das hat man den grandiosen Darstellern zu verdanken. Trotzdem ist hier einfach zu viel Schief gegangen. Die Story, die ätzende Musik, die lahmen Gags, und das reicht nur für den Durchschnitt.

Kurzfazit: Lahme Komödie mit Unterhaltungswert.

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