Review
von Leimbacher-Mario
Cowboys und Cashcows
Jetzt sind die Haie schon in den Ozarks angekommen... Wir folgen in diesem überdurchschnittlichen (was bei dieser Kategorie aber wenig bedeutet!) Haitrasher einer Familie in das berühmte Feriengebiet - wo ihnen ein paar hungrige Haie den Urlaub verhageln und den Stammbaum dezimieren (wollen). Zum Glück gibt’s ein paar Bininibabes und wehrhafte Anwohner als Unterstützung!
Trashiger, billiger, meist herzlos hingerotzter Haimist kann echt entspannend wirken. Im besten Fall, wie ich diese Woche lerne. Da wird das gestresste Gehirn einfach mal radikal durchgeblasen und auf Durchzug gestellt. Oder, im schlechtesten Fall, wovon es in meiner Shark Week dieses Jahr auch massig gibt, sehr frustrierend und ärgerlich. Zum Glück ist „Ozark Sharks“ aka „Summer Shark Attack“ eher der ersten Kategorie zuzuordnen. Was noch lange kein ernstzunehmendes Qualitätsmerkmal ist und vielleicht auch daran liegen könnte, dass ich mich in den letzten Tagen u.a. mit noch wesentlich fetteren Gurken in den schlammigen Trashgewässern herumgeschlagen habe - aber „Ozark Sharks“ ist zumindest in seiner unumstritten miserablen Schublade oben auf. Die Babes sind nice, die hauptsächliche Familie mag man und es sterben auch mal Leute, mit denen man nicht rechnet, um die fast so etwas wie „Trauer“ oder zumindest Bedauern und Überraschung entstehen kann. Zudem sind einige Nebenfiguren fast schon kultig und in Sachen „Sharkkills“ (also wie die Haie selbst das Zeitliche segnen) hat man sich etwas mehr Mühe als üblich gegeben. Ich sage nur Holzhäcksler. In den besten Momenten kommt gar etwas „Tremors“-Feeling auf. Zumindest in diese Richtung. Ich würde ihn auf einer Stufe mit „Zombie Shark“ oder sowas sehen, deutlich unter den „Sharknados“ und etwas über dem „zwei- bis sechs-köpfigen Haien“. Wem das alles was sagt: Respekt, meine Leidensgenossen! ;) Negative Punkte sind die unverschämt miesen Haieffekte und die grauen Ozarks selbst, die wenig für's Auge bieten.
Fazit: wo haben sich die Pixelhaie eigentlich noch nicht überall hin verschwommen?! „Ozark Sharks“ ist nur für hartgesottene Shark Week-Allesgucker gemacht. Der Rest kotzt (wie gewohnt) im Strahl. Vielleicht minimal besser als der SyFy-/Asylum-Schnitt. Aber nur um Haaresbreite wegen ein paar hübscher Mädels im Bikini und ein, zwei witzigen Szenen, Sprüchen, Reminiszenzen die Selbstironie und Augenzwinkern ausstrahlen.