Review

Hollywood-Remake eines russischen Sci-Fi-Klassikers? George Clooney als in sich gekehrter vom Schicksal maltretierter Psyochologe?Das waren meine 2 Gedanken vor dem Film. Hollywood-Remakes sprechen ja nicht gerade für ihre Güte und Clooney kannte ich auch nur als Draufgänger und vor allem als Aufreißer. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass dieser Film was taugt. Glücklicherweise irrte ich mich. Solaris kommt gleich zur Sache: "Sie müssen der scheinbar verrückten Crew auf der Raumstation nähe der Solaris helfen!" heißt es für Clooney alias 'Chris Kelvin' bereits nach den ersten 10 Minuten. Kelvin fliegt zur Station und findet 2 Leichen und 2 verstörte Crew-Mitglieder vor. Nach seiner ersten Nacht auf der Station erkennt er bereits die Ursache für die Situation. Der bizar anmutende Planet Solaris hat ein Abbild von Kelvins toter Exfrau geschaffen, womit für Kelvin das Psychospielchen beginnt. Er sieht sich außer Stande diese Frau als eine nicht wirklich 'reale' Kopie seiner Verschiedenen anzuerkennen und seine nie erloschene Liebe flammt erneut für Rheya auf. Was Kelvin bei dieser Begegnung fühlt, wird durch Erinnerungen/Träumen dargestellt. Die Traumsequenzen fand ich besonders schön, da hier die Komposition aus Kelvins Erinnerungsschnipsel und der stimmigen Musik einige wundervolle Momente im Leben der Charaktere für den Zuschauer wiedergeben. Die Liebe und der Schmerz (Trennung) von Kelvin und seiner Frau waren für mich sehr gut nachfühlbar.

Insgesamt wikt der Film sehr stimmig und eine schöne Abwechslung zu meiner sonstigen Filmkost. Für einen ruhigen Abend auf jeden Fall zu empfehlen.


Mein Fazit:

besser als 'Der 200 Jahre Mann' (7) - Robotor-Liebe
Solaris (8)
schlechter als 'Frida' (9) - tragisches Drama

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