Solaris - Langeweile im Weltall
Regisseur Steven Soderbergh muß sich wohl irgendetwas dabei gedacht haben, als er im Jahre 2002 den Weltraumfilm "Solaris" auf den Kinobesucher loslies. Nun kann man sich den Kopf darüber zerbrechen, was das wohl gewesen sein mag - man kann es aber auch bleiben lassen. Was sicherlich besser wäre, weil so ziemlich ALLES sinnvoller ist, als seine Zeit mit diesem pseudointelektuellen Schund zu vertrödeln.
Die Handlung ist, wie so oft, einem Roman entlehnt:
Der Planet Solaris wird von einer bemannten Raumstation umkreist, auf der mysteriöse Dinge geschehen. Das äußert sich so, daß längst verstorbene Menschen auftauchen. Diese sind allerdings nicht real, sondern entspringen einzig und allein den Phantasien der Besatzungsmitglieder. Klar, daß solche Trugbilder für allerhand Unruhe in den Reihen der Besatzung sorgen. Schließlich, nachdem es die ersten Toten gegeben hat, wird der Psychologe Chris Kelvin (George Clooney) damit beauftragt das Phänomen der Trugbild-Menschen zu ergründen. Kaum auf Solaris angekommen, erscheint jedoch seine verstorbene Frau Rheya (Natascha McElhone) ...
Hinter einem riesigen Berg von Phrasen, Schmalz, verworrenen Gedanken und - vor allem - ohnmächtiger Langeweile, verbirgt sich wohl die einzig zentrale Frage des Filmes: Wie weit würde der Mensch gehen um den Menschen, den er über alles liebt, der aber leider nicht mehr lebt, wieder zum Leben zu erwecken? Oder so ähnlich... Ist aber auch egal. Irgendwie geht es wohl um Liebe und Tod, um Verlust und Einsamkeit. Reichlich viel, oder? Wer schafft es schon, in einem 90 minütigen Kinofilm à la Hollywood die tiefsten Tiefen der menschlichen Psyche auszuloten?! Soderbergh jedenfalls nicht!
Was an dem Film noch auffällt: Es wird mit keiner Silbe erwähnt, wie es dazu kommt, daß "Solaris" Menschen dupliziert, wie der Planet die Halluzination bewirkt und warum. Soderbergh erklärt nichts. Er konstruiert einfach eine völlig irreale Welt und stellt den Zuschauer vor vollendete Tatsachen; soll er sich doch seine Gedanken selber machen. Leider wird das Ganze ziemlich schnell ermüdend und - mangels zumindest halbwegs plausibler Erklärungen - absolut unglaubwürdig.
Was außerdem nervt: Düstere Kulissen, endlose Dialoge ohne jeglichen Wortwitz, ständige Rückblenden und Traumsequenzen. An den schauspielerischen Leistungen, vor allem der beiden Hauptakteure Clooney und McElhone, kann man kaum etwas konstruktives kritisieren. Täte man es doch, dann wäre das in etwa so, als verurteile man einen ansonsten großartigen Redner ein Langweiler zu sein, nur weil er gezwungen ist, etwas so uninteressantes wie eine Speisekarte vorzulesen. Will heißen: In diesem Film könnte kein Schauspieler der Welt brillieren! Zu langweilig, zu banal!
Fazit:
Und wieder ein glanzvolles Kapitel in dem Buch "Filme die die Welt nicht braucht!" Bitte nicht anschauen, Zeit ist viel zu kostbar. Wer's trotzdem nicht lassen kann: Phrasenschwein bereithalten!