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SyFy scheint neben „Sharknado“ eine weitere Reihe aus dem Tierhorrorbereich etablieren zu wollen, denn bereits 2015 kämpften Steve Guttenberg und Michael Winslow vereint gegen Lavaspinnen. Das Erzähltempo ist abermals enorm, die CGI schwächeln allerdings.

Colton West (Guttenberg) befindet sich soeben bei Dreharbeiten in Miami, als in Fort Lauderdale Lava speiende Spinnen die Bevölkerung attackieren, darunter auch seine Stieftochter. Erneut kämpfen sich Colton und sein Team durch die Ungetüme, bis es zur Konfrontation mit der Gargantulantula kommt…

Erneut lebt der Stoff von seinem überdurchschnittlich flotten Erzähltempo, welches zu keiner Zeit eine Atempause zulässt. Bereits nach wenigen Minuten landen die heißen Arachniden am Strand und schnappen sich die ersten Opfer, ab da ist latent Bewegung angesagt. Natürlich ein wenig zum Leidwesen der Figurenzeichnungen, welche allesamt schablonenhaft ausfallen.
Da gibt es die erwachsenen Helden, die jungen Dunkelhäutigen mit ein paar frischen Ideen zur Gegenwehr, das übliche blonde Opfer und einen Colonel (Martin Kove), bei dem alles auf atomare Gegenwehr hinausläuft.

Dazwischen gibt es zahlreiche Schauplatzwechsel, Angriffe und Gegenwehr und nur wenige Gewalteinlagen wie Pfeil im Auge, was eine FSK12 noch rechtfertigt.
Was neben einiger Situationskomik („Sind alle okay?“ – Ja, aber Jim ist immer noch tot“) punktet, sind einige Referenzen an Streifen wie „Crocodile Dundee“, „Jurassic Park“, „Independence Day“, „Miami Vice“ oder „Scarface“, wogegen die verbalen Entgleisungen und schrillen Laute von Michael Winslow in der deutschen Fassung nicht wirklich zur Geltung kommen.

So geht es mit einem Boot durch die Everglades, es kommt zu einem Missverständnis mit einem DJ, man benötigt etwas aus einem Chemielabor, während der Endgegner ein komplettes Sportstadion ausfüllt. Das finale Vieh ist im Gegensatz zu einigen Scharen okay animiert, einzeln auftretende Exemplare weisen zumindest Schattierungen auf, bei mehreren fallen diese oftmals weg und auch die Integration in die jeweilige Kulisse wirkt nicht immer glaubhaft.

Natürlich basiert das Ganze auf einer wahren Begebenheit, was ja auch für Streifen wie „Planet der Affen“, „Zurück in die Zukunft“ und „Shrek“ (aber nur den ersten) gilt.
Die parallel laufenden Handlungsstränge sorgen für Abwechslung und obgleich es kaum spannend zugeht, machen die Mimen Laune, allen voran Guttenberg, der es sichtlich genießt, den Helden massiv übertrieben darzustellen.
Wer mit dem Trashgehalt des Vorgängers etwas anzufangen wusste, kann diesen gleich mitnehmen.
6 von 10

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