Review

Es ist 3.27 Uhr Nachts, morgen (also heute) ist ein ganz normaler Werktag und ich schreibe hier einige Zeilen über einen kleinen Trashfilm aus den 80ern mit dem netten Titel "Sorority Girls in the Slimeball Bowl-O-Rama"...

Ich gebe ja zu, dass einige meiner Filmbewertungen etwas unausgewogen erscheinen können. Beispielsweise habe ich dem Klassiker "Bob le Flambeur" von Melville nur ein Punkt mehr verliehen, als dem Blacksploitationfilm "The Black Gestapo". Mein Verhalten erklärt sich dadurch, dass ich Filme von wichtigen "Auteurs" mit ganz anderen Maßstäben angehe, als einfache Genre- oder Trashfilme. Wenn es nicht um Klassiker geht, treffe ich die Entscheidung auch etwas lockerer und freier zu schreiben. Soviel dazu...

Kommen wir jetzt zum eigentlichen Film. Es geht um eine Mutprobe, die zwei Studentinnen ermöglichen kann in eine Verbindung einzutretten. Sie sollen (zusammen mit drei männlichen Freaks) eine Trophäe aus der Bowling-Bahn entwenden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sie nachts einbrechen. Unglücklicherweise befindet sich in der größten Trophäe eine kleine, nervtötende Kreatur, die in der Lage zu sein scheint Wünsche zu erfüllen. Selbstverständlich treten einige Studenten in die Falle und schon bald werden die erfüllten Wünsche zu einer regelrechten Qual.

"Beast You!" (dt. Verleihtitel) konnte mich leider nicht überzeugen, da es sich um einen Low-Budget-Film ohne jeden Reiz handelt. Dabei fängt alles so vielversprechend an, mit guter 80er Mucke, mit dämlicher Kleidung, mit lächerlichen Frisuren usw.
Ansonsten gibt es aber nicht viel sehenswertes. Gerade mal zwei Frauen machen sich nackich und an Goreeffekte kann ich mich nicht erinnern. Ferner fehlt es "Beast You!" auch an dem nötigen Humor, um den Zuschauer über die volle Laufläge bei Laune zu halten. Bedauerlicherweise zünden fast gar keine Gags.

"Sleaze" und schlechter Geschmack fanden ebenfalls keinen Weg in diesen kleinen Streifen. Am Anfang werden die Hinterteile von den zwei Studentinnen mit einer Paddel weichgeklopft und dabei ziehen sie noch nicht mal ihre Unterhöschen aus: Ziemlich armselig!

Warum lasse ich mich nur immer wieder von netten Filmplakaten und lächerlichen Titeln verführen? Das ist wohl eine Frage, die sich viele Genre- oder Exploitationfans stellen müssen.

Beenden wir schnell diese passable Rezension mit einer Anmerkung zu dem ebenfalls passablen Werk des Regisseurs. Wenn ich die Filmografie von David DeCoteau richtig interpretiere, scheint er wohl so eine Art "Blutsbruder" von Fred Olen Ray zu sein. Kein gutes Zeichen...

Subway

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