Review

Etikettengesindel


Ein weiterer Kultkandidat aus dem glorreichen Jahrgang '88, aus einer Zeit, in der solche spektakulären Titel und geilen Poster locker reichten, dass  sowohl Filmstudios wie Full Moon oder Cannon schon Kohle auf den Tisch legten, bevor auch nur eine Minute gedreht (oder geschrieben) war, als auch wir Filmfans blind und heiss und voller Erwartungen ins VHS-Regal griffen... „Sorority Babes In The Slimeball Bowl-O-Rama“ handelt von nackten Verbindungsladies und steifen Spannernerds, deren Wege sie gemeinsam in eine verlassene Bowlingbahn samt verfluchter Trophäe treiben, in der schon bald ein schleimiger, wunscherfüllender Goblin sein Unwesen treiben wird...

Ähnlich wie „Surf Nazis Must Die“ oder „Cannibal Women In The Avocado Jungle Of Death“ ist auch dieser Kegeltrash mehr Titel als Inhalt, mehr Schein als Sein. Aber wie könnte er bei solchen selbstgestreuten Vorschusslorbeeren auch anders?! Wer mag es Charles Band und Co. verübeln, dass sie beim Kauf der Rechte für solche Titel nicht lange zögerten? Wer kann es nicht nachvollziehen, dass etliche Teenager nach dem Ausleihen dieser Videokassette regelmäßig Sehnscheidenentzündungen im bevorzugten Handgelenk hatten?! Erotik. Bubenfantasie. Trash. Horror. Komödie. Gimmick. Blender. Kein Strike, absolut nicht. Aber von diesen zeigefreudigen Verbindungsmädels lässt man sich dennoch gerne naiv den Hintern und die filmischen Geschmacksknospen verhauen. Das 80er- und VHS-Feeling stimmt. Die Frauen sind super knackig und nackig und zackig. Der Horror artet oft genug in lautes Lachen aus. Eine Mixtur aus „Porkys“, „Hobgoblins“ und „Wishmaster“. Das passt schon. Wenn man denn keine Wunder erwartet - was anhand des Titels, des Posters und der Inhaltsangabe aber schonmal passieren kann... Aber eine steht fest: der unnötige deutsche Titel nimmt dem Ganzen fast schon vom Start weg viel Reiz...

Fazit: hält zwar fast alles, was Name und Poster versprechen... aber irgendwie ist das doch nicht sooo der Burner, wie man(n) hoffen könnte. Kleiner Kult ohne Schuld. Ein dummer Schuft der etwas mufft. Unspektakulär runtergespielt. Der Soundtrack hat seine Momente. Die Ladies sind drall und prall und haben wahrscheinlich 'nen Knall. Late Night Watch. Bier und Gier. Dennoch werd' ich hier nicht zum Stier. 

Details
Ähnliche Filme