Review

Außerirdische Riesenmuscheln landen auf der Erde. Ein Physiker (Jeremy Renner) und eine Linguistin (Amy Adams) werden vom Militär beauftragt, Kontakt aufzunehmen...

PASSENGERS, LIFE, DER MARSIANER... – Science Fiction ist Mitte der 10er-Jahre wieder dick im Geschäft. Doch bot das Genre auch immer die Möglichkeit, ein weltliches Thema auf abstrakte Weise darzustellen. So wie zum Beispiel STAR WARS nur eine Metapher für den Kalten Krieg ist. Und in E.T. geht's um illegale Einwanderer.
ARRIVAL zeigt Oktopus-Aliens wie in MONSTERS. Sie teilen sich mit, indem sie Tintenkreise in die Luft pupsen. Das sieht aus wie japanische Kaligraphie. Ufos wie Muscheln. Wie Ohrmuscheln. Okay, kapiert: es geht um Sprache. Ferner um Missverständnisse und sprachliche Barrieren. Wie verständige ich mich mit jemandem, der meine Sprache nicht spricht? Ein brandaktuelles Thema hinsichtlich der Flüchtlingsdebatte. Wie teile ich mich mit: Mit Schriftzeichen, Gestik, Mimik, Ausdruckstanz? 80% der Kommunikation läuft übrigens nonverbal ab.

Die Themen Kommunikation und Kontaktaufnahme springen einen buchstäblich an und mit ihnen die Parallelen zu INTERSTELLAR und vor allem CONTACT. ARRIVAL baut ganz ähnlich auf Inhalt und Story auf. Er verzichtet auf voluminöse Action, nicht aber auf aussagekräftige Bildgewalt. Der Film hat eine Zeit und Raum sprengende Message und erinnert dabei an TREE OF LIFE, 2001 oder MATRIX. Diese Message ist ganzheitlich und versöhnend. Ganzheitlich wie ein Kreis.

Was wir von diesem Film lernen:
1) Zeit ist rund.
2) „Känguru“ heißt nicht „Ich verstehe nicht“ auf australisch.
3) In 1000 Jahren rettet die Menschheit die Aliens, indem sie ihnen mit Milch und Eiern aushelfen.

Mit tollen Darstellern wie Amy Adams (BATMAN V SUPERMAN, NOCTURNAL ANIMALS), Jeremy Renner (AVENGERS, AMERICAN HUSTLE) und Forest Whitaker (DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND, GHOST DOG). Vom kanadischen Regisseur Denis Villeneuve (PRISONERS, SICARIO).

Fazit:
INDEPENDENCE DAY in intellektuell. Rundes Ding.

Details
Ähnliche Filme