Alle Kurzkommentare


7

Intelligenter Film, feinfühliges Drama, gediegen inszeniert. Melancholisch und traurig aber auch mit Hoffnung. Es geht nicht nur um Verständigung sondern auch um Zeitphänomene. Nur wurde dies in "Interstellar" weitaus besser rübergebracht. Auch wenn dieser Vergleich verloren ist, kann man sich auf eine moderne Neuauflage von "Unheimliche Begegnung der dritten Art" freuen. Humanistisches Kopfkino mit großen Bildern. Sehenswert, aber nicht das angepriesene Meisterwerk.

8

Es kommt gleich zu Beginn des Films zum Kontakt, bzw. der Ankunft der fremden Lebensform. Diese ist aber sehr ruhig darsgestellt. Man sieht erstmal nur die Reaktionen der Menschen auf die ersten Nachrichten, nicht aber das Objekt selbst. Die Faszination des Kontakts mit Außerirdischen ist spürbar. "Arrival" ist eine Mischung aus "Unheimliche Begegnung der dritten Art" und "Contact". Auch wenn die Phasen der Kommunikation mit den Außerirdischen mitunter zumindest ein wenig langatmig geraten, so überwiegen doch die positiven Aspekte der ruhigen und anspruchsvollen Erzählweise.

2

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9

So einen vielschichtigen, stimulierenden Science-Fiction-Film hatten wir schon lange nicht mehr. Von einem Kritiker treffenderweise zwischen Kubricks 2001 und Malicks TREE OF LIFE verortet, weckt ARRIVAL auch Erinnerungen an INCEPTION, THE DAY THE EARTH STOOD STILL und Filme ähnlichen Kalibers, bleibt aber absolut eigenständig und legt ungewöhnlich viele spannende und tiefgründige Themen frei, die noch lange nachwirken. Dabei ist ARRIVAL kein reines Kopfkino, sondern sorgt insbesondere im ersten Drittel mit seiner authentischen Atmosphäre für ein fühlbar realitätsnahes, stets unangenehm bedrohliches Szenario, so wie es Villeneuve auch in SICARIO schon überzeugend gelungen ist. Der Film hat auch kleinere Schwächen, das Aliendesign ist überraschend uninspiriert und beim Übersetzungsprozess der Aliensprache werden leider ein paar interessante Stufen übersprungen. Doch das fällt kaum ins Gewicht – ARRIVAL ist ein visueller und intellektueller Genuss.

5

Nun gut, nicht jede Mensch-Alien-Begegnung im Kino kann oder muss in einer Riesenknallerei ausarten. Etwas mehr Action und Krawalle hätten dem esoterisch angehauchten ARRIVAL jedoch gut getan. Aber wenn ein Film heute als intelligent durchgehen will, dann muss er wohl schwermütig, schwerfällig und weitgehend ereignislos sein. Oft musste ich unweigerlich an MONSTERS von Gareth Edwards denken, auch zumal Regisseur Denis Villeneuve offenbar das gleiche Faible für traumtänzerisch wandelnde Riesenkalamare zu teilen scheint. Die paar Trickeffekte rund um die komplizierten Außerirdischen wiederholen sich quasi andauernd, weshalb visuell nicht wirklich viel geboten wird. Auch plotmäßig ist das alles etwas dünn. Es ist so, als ob man den letzten Akt aus UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART auf 2 Stunden aufgeblasen hätte.

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