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Nachdem zwei Jahre zuvor „Top Gun“ als zentrale Vorlage für Jim Abrahams und Pat Proft diente, nimmt sich in „Hot Shots! Part Deux“ das Skript das Rambo-Franchise zur Brust, dabei vorwiegend den zweiten Teil. Topper Harley lebt nun in einem thailändischen Kloster und wird reaktiviert, um Kriegsgefangene zu befreien, die irgendwo bei Saddam Hussein einsitzen. Aber eigentlich ist die Geschichte wieder ziemlich schnurz.

Erneut inszeniert von Abrahams, setzt dieser die bekannte Formel des Erstlings fort und reiht einen Quatsch an den anderen. Ein Highlight, an denen der Film nicht arm ist, stellt das kurze Aufeinandertreffen von Charlie und dessen Vater Martin Sheen dar mitsamt Anspielung auf dessen Rolle in „Apocalypse Now“. Überhaupt ist auch der zweite Teil eine Ansammlung an Zitaten und Verweisen auf andere Werke, Klassiker wie „Basic Instinct“ oder „Casablanca“ sind ebenso wenig vor Abrahams und Proft sicher wie „Der Zauberer von Oz“ oder „Susi und Strolch“.

Das Prinzip des Vorgängers wurde übernommen, wenn es hier auch etwas weniger aufeinander aufbauend wirkt. „Part Deux“ nimmt sich ein paar mehr Freiheiten und ist dadurch loser konstruiert. Er hangelt sich zwar an seinem Stallone-Vorbild entlang, macht aber mehr Schlenker. Ob das nun bei dieser Art Film wirklich ein Kritikpunkt ist sei dahingestellt, trotz seiner Qualitäten kommt er insgesamt nicht ganz auf die Trefferquote seines Vorgängers.

Am Ensemble liegt das nicht, wieder mit Charlie Sheen in der Hauptrolle als Topper Harley und Valeria Golino als Ramada besetzt, ziehen diese todernst ihr Ding durch. Lloyd Bridges darf diesmal als trotteliger Präsident auftreten und Jerry Haleva bekommt als Saddam Hussein ein paar mehr Szenen. Dass Richard Crenna quasi seine eigene Rolle aus den Rambo-Filmen parodiert ist eine Erwähnung wert, neben ihm laufen noch Miguel Ferrer und Rowan Atkinson vor die Kamera.

Die Fortsetzung der Parodie-Parade macht Spaß, auch wenn der Quatsch nicht mehr ganz so hart trifft wie im Erstling. Das kann aber auch tagesformabhängig sein, genug zu Lachen gibt es immer noch und allein das heitere Zitateraten ist das Einschalten wert.

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