Review

Ich war mir über zwei Dinge ziemlich sicher beim Kucken. Erstens: Das muss eine Romanverfilmung sein. Zweitens: Ein Roman aus den 60-ern. Warum sonst sollten die besonderen Kinder derart öde, völlig überholte Superkräfte wie Unsichtbarkeit oder Superfreeze besitzen. In Zeiten, in denen Super- und Comichelden wie die X-Men, die Guardians oder Avengers die Kinouniversen rulen.
Eins: ja. Zwei: nein. "Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children" ist von 2011.
Für Tim Burton ein perfekter Stoff, trotzdem ist der Film zu wenig spannend, spinnert und spooky.
Das liegt auch am steifen Asa Butterfield, mit dem man einfach kaum mitbangen mag. Als Hauptdarsteller in "Ender's Game" passte er perfekt, aber da galt es, einen neunmalklugen Streber zu spielen. Als besonderes Kind misslingt es ihm, Emotionen beim Zuschauer zu wecken (zumindest bei dem Zuschauer, der hier schreibt).
Darüber hinaus fehlt es dem Film an Überraschungen, Schauwerten und einem vernünftigen Finale. Die Zeichnung der übrigen special Kids ebenso wie die von Miss Peregrine (Eva Green) bleibt zudem blass. Klasse kommt eigentlich nur Samuel L. Jackson als Schurke Barron - optisch wie schauspielerisch.
Also, fünf Punkte von mir. Empfehlung: Nur für Burton-Fans, der ich bin, oder jenen von Asa Butterfield (gibt's die?) als Sonntagnachmittag-Unterhaltung. Aber eigentlich flasht ein Stück Kuchen da mehr (und dauert nicht so lang - 127 Minuten sind eindeutig zu viel).

Details
Ähnliche Filme