5
"It's like in a zoo. Except you're in the cage. And underwater." Wer seinerzeit OPEN WATER vorwarf, es würde den ganzen Film über nichts passieren, der kann vielleicht mit dieser Unterwasser-GRAVITY-Variante für Arme mehr anfangen. Hier wird nämlich nach dem üblichen zwei-Mädels-machen-Urlaub-Setup viel (vor allem künstliche) Hektik verbreitet, es wird gejapst und gejammert und wenn dann mal wieder ein computergenerierter Hai vorbeischwimmt, wird auch erschrocken. Dabei kann man sich bei geringer Erwartungshaltung leidlich unterhalten, ohne sich allzusehr über die Dummheit von Protagonisten oder Filmemachern ärgern zu müssen. Leider weiß der Film nicht, wann es genug ist und setzt auf sein gelungenes Ende noch ein weiteres obendrauf, das die ganze Sache etwas, nun ja, verwässert.
7
Wenn im alljährlichen Schwarm von Hai-Streifen nur ein einziger Beitrag mit dabei ist, der professionell, glaubwürdig und ernsthaft daherkommt, dann kann man wohl schon glücklich sein. 47 METERS DOWN geht quasi noch einen Schritt weiter als THE SHALLOWS im Vorjahr und bringt uns noch näher ran an die großen Raubfische. Es ist ein nicht minder beängstigendes und beklemmendes Szenario auf engstem Raum, hier wird eher noch eine Schippe Suspense draufgelegt. Zu gelungener Unterwasserfotografie gesellen sich ein totales Gefühl des Ausgeliefertseins - außerhalb der Gitterstäbe sogar noch viel mehr als drinnen - sowie ein besonders böser Supergau bei ca. einer Stunde Laufzeit und ein fintenreiches Finale. Schwachpunkte: Der Film hätte noch mehr Käfiggerappel vertragen können und die Kommunikation in der Tiefe ist viel zu klar und deutlich.