Da ist sie, die nächste bejubelte Hai Granate für unsere Heimkinos.
Der 3. seiner Art wie ich so gern sage. Denn: Für mich ist 47 Meters Down der 3. Hai Film der auf ernsthaften Beinen versucht zu stehen und es auch schafft. Fernab von der Trash Welt von den 5 Köpfigen Haien und den Sharknados und Exorzisten Haien.
In einer Liga mit Shallows & the Reef die das Thema auch schon ernst behandelten und überzeugten. Dann die große Frage, wird 47 Meters Down auch überzeugen ?
Fassen wir zusammen.
Der Film wird eingeleitet mit den 2 Hauptdarstellerinnen die natürlich wieder irgendwo Urlauben und abschalten. Szenen von einer Party Nacht und geheule um die zerstörte Beziehung Folgen. Klingt wie alles schon gesehen, wurde es auch. Aber ist das schlecht, bist du jetzt enttäuscht ?. Frag dich lieber; Wie soll man solch einen Film denn sons Einleiten ?!.
Also alles gut fürs erste.
Nachdems nach einer halben Stunde dann auf's offene Meer geht und wir die ersten Blicke auf die Atemberaubenden Haie werfen können, scheint der spaß endlich loszugehen. Ehe die beiden Hauptdarstellerinnen sich versehen, landen sie schon in besagte 47 Metern Tiefe.
Möge der Überlebenskampf wie so oft beginnen..
Fand der in The Reef noch auf offenen Meer statt und ließ das grauen schleichend langsam wie ein Schlag in die Fresse kommen, Zog Shallows Beispielweise die Spannungs & Action Schraube schon etwas mehr an. 47 Meters Down definiert seine eigene Spannung und Action und setzt viel auf sein auswegloses Käfig Thema. Die armen beiden sitzen nun dort fest und man fühlt regelrecht mit. Alles wird versucht, aus dem Käfig rauß, Kontakt nach oben, beruhigende Gespräche, wegschaffen der Hindernisse und und und. Und irgendwann fragt man sich als Zuschauer; Moment mal, deren Situation ist zwar scheiße und ich würde da ungern drin stecken wollen, aber gucke ich hier nicht eigentlich einen Hai Thriller ?.
Man könnte auch meinen man liegt falsch; Wurde mehr der Überlebensthriller beworben oder doch mehr der Hai Horror ? Wieso hat man nicht versucht beides gleichgerecht in der Laufzeit aufzuteilen ?. Aber lassen wir die Vorurteile dann doch ersmal stecken. Wir sind ja ungefähr ersmal (Oder doch schon ?) bei 45 Minuten.
Und dann ist es auch endlich soweit. Der erste Hai Angriff lässt sich endlich sehen!.
Tolle Sequenz. Und ab jetzt kommt die sache scheinbar endlich in Fahrt. So dumm das auch von den Darstellerinnen ist einer Taucherlampe hinterher zu jagen, macht es doch spaß zu sehen wie das Katz und Maus Spiel mit dem Hai so sein Lauf nimmt. Das ganze macht auch weitere 10-15 Minuten weiter spaß. Danach nimmt die ausweglosigkeit im Käfig weiter ihren Lauf. Der Sauerstoff wird weniger, die Ideen immer dünner. In aller Not ringen sich die Damen nun immer wieder dazu durch ungefähr 10 Meter für Funkkontakt nach oben ins schutzlose offene zu schwimmen.
Das machen sie so ca 4-5 mal. Und nur einmal wird eine davon von einem Hai attackiert und das war schon beim 2. mal. Wahrscheinlich hatten die Haie einen guten Tag und haben Ihnen das deshalb durchgehen lassen. Naja..
Dem Ende entgegen entwickelt der Film nochmal richtig Biss und weiß absolut zu überzeugen. Vorallem nimmt er noch eine Wendung mit der ich nicht gerechnet hätte.
Leider lassen sich einige Logiklöcher in 47 Meters Down nicht wegreden. Ich bin niemand der mit großen Augen auf Logiklöcher guckt oder regelrecht sucht aber zb sind diese hier unverkennbar.
Frauen schwimmen nach oben, lassen ihre Taucher sachen von sich. Hai schwimmt lieber abwärts um die Taucher sachen zu greifen statt hoch zu der blutenden zappelnden Beute.. OK?
Kapitän sagt "Du bist nur 5 Meter tief im Wasser, sollte sich Druck entwickeln leg den Kopf im Nacken und schluck" Ok, nach 5 Meter könnte sich schon Druck aufbauen, sie fällt aber ganze 47 Meter und es hat sich keiner aufgebaut ? OK?
Aber das trübt halt nicht den Gesamtspaß.
Ich rede glaube ich schon viel zu negativ von 47 Meters Down statt auch mal positives zu erwähnen, beispielweise die gelungenen Aufnahmen die echt um Welten besser sind als manch andere und besonders die Found Footage scheiße wie in Open Water 3. Die gut in Szene gesetzten Haie die für meinen Geschmack halt wie oben erwähnt zu selten vorkommen, das gute Ende und noch weiteres.
47 Meters Down hat sowohl schwächen wie auch stärken. Meine schwäche ist glaube ich das ich Filme immer mit anderen Filmen vergleiche. So würde ich hier zum Beispiel folgene Listung führen
1.The Reef
2.The Shallows
3.47 Meters Down
Um mal die platzierten Neuzeit Hai Thriller zu nennen.
Das Thema um den Käfig und die damit verbundene Ausweglosigkeit hat mich persönlich nur bedingt gefesselt was aber wahrscheinlich auch daran liegt das 47 Meters Down mein sicher 50er Überlebensthriller mittlerweile ist und ich diesbezüglich wahrscheinlich schon total abgestumpft bin. Wenn ich überlege das The Reef grade mal mein ungefähr 5er wahr und mich so gefesselt hat das ich es kaum glauben konnte.
Aber das ist alles Ansichtssache, ich kann nur für mich sprechen, wie ihr den Film findet entscheidet letztrendlich ihr selbst. Ich persönlich gebe 47 Meters Down mitnem zugedrückten Auge einen klaren Daumen nach oben und zähle Ihn zu den gut gemachten Hai Filmen fernab der Trash Welt.